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Montag, 3. Oktober 2011

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen.


Warum noch nach Hawaii fahren, wenn die Berichterstattung im Internet und die Sozialen Medien so umfassend geworden ist, dass man bereits 5 Minuten nach Ende des Frühstücks genau informiert ist, welcher Profi seinen Teller aufgegessen hat. Daher nun 10 Gründe, die für einen Besuch von Big Island, Hawaii während des Ironman Hawaii Triathlons sprechen.
In alle vier Himmelsrichtungen sind von Hawaii weite Entfernungen bis zum Festland zurückzulegen. Das Inselarchipel mit den Hauptinseln Big Island (Hawaii), Maui, O'ahu, Kaua'i und den Nebeninseln Moloka'i, Ni'ihau, Lana'i und Kaho'olawe aus beeindruckender Höhe. Photo: Jacques Descloitres, MODIS Land Rapid Response Team at NASA GSFC - Wikipedia Commons
1. Luft
Schon beim Öffnen der Flugzeugtüren am Flughafen von Keahole steigt einem die süßlich-schwere Luft in Nase und Atemwege. Beim Herabsteigen der Gangway nimmt einen die schwül-warme Brise in Empfang, die Madame Pele sanft ins Gesicht pustet. Diese Mischung aus Salz, betörenden Blütendüften - aber auch der Hauch von Verwesung und Vergänglichkeit zieht auch Veteranen, gestandene Ironman-Haudegen immer wieder in den Bann.

10 Dinge über Big Island: Wind

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht. 
Im Süden von Big Island herrscht ständiger Druck auf die Vegetation durch dauerhaft starken Wind.  Photo: Kai Baumgartner
3. Wind
Auch das dritte Element ist auf Big Island in allen Nuancen vertreten. Die abendliche Brise, die Kühlung vom Meer verspricht, tritt ebenso auf, wie die Mumuku-Fallwinde weit draußen in der lebensfeindlichen Umgebung des Queen Kaahumanu Highways, der die vereinzelt oder in Gruppen stehenden Kokospalmen und urbanen Grünanlagen der Luxus-Resorts zuweilen in Richtung Boden zwingt.

10 Dinge über Big Island: Wasser

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht. 
Der Magic Sands Beach, südlich von Kailua-Kona gelegen, gilt als ein angenehmes Einsteigerrevier für Body-Surfer. Doch Vorsicht ist auch hier an manchen Tagen angebracht, weil der Sand ständig in Bewegung ist und sich damit die Wellen mitunter sehr hart brechen. Photo: Kai Baumgartner
2. Wasser
Der Ozean mit seinem Lichtspiel und seiner manchmal sanften und dann wieder starken Geräuschkulisse zieht eigentlich jeden Menschen in den Bann. Sei es der schroffe Einstieg über Lavafelsen und der Kampf mit der Brandung an den Nordstränden oder einer der für Kinder- und Senioren gleichermaßen geeigneten Sandstrände mit den facettenreich gefärbten Sandbänken, dessen Fabrspektrum von hellen Tönen über grüne und rote Nuancen bis zum dunklen Lavasand reichen.

Fauna und Flora im meist glasklaren Wasser der sanften Buchten von Kona, Keahou, uvm. machen die morgendliche Bewegungstherapie im Wasser zu einem Happening für Körper und Seele.

10 Dinge über Big Island: Feuer

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht. 
Die Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge sind auf Big Island, Hawaii oftmals dramatisch schön. Photo: Ulihb
4. Feuer
Mit etwas Glück, schafft man es bei einem Besuch auf Hawaii auch hinauf zu den monumentalen Kratern und Mondlandschaften, etwa des Kilauea Vulkans. Das Spiel des rot-schimmernden flüssigen Gesteins zwischen bereits glashart gehärteter und pechschwarzen Lava ist beeindruckend.

Doch auch die phantastischen Sonnenaufgänge und Untergänge, wenn sich in dieser kurzen Zeitspanne von 15-30 Minuten die Sonnenstrahlen im nahezu perfekten Winkel an den zahlreichen Aerosolen der Vulkane brechen, sind allabendlich ein Schauspiel. In manchen Jahren kann man täglich atemberaubende Hochzeiten zwischen Ozeanhorizont und Sonne erleben, in anderen Jahren, wenn der schwefelhaltige Vog (Vulcanic Smog) zu intensiv ist, entfällt das Schauspiel gänzlich.

Auch der Schatten auf Hawaii ist einzigartig. Schafft man es ein paar Meter weg, von der letzten Straßenbeleuchtung, umfängt einen tiefe, pechschwarze Nacht, in der man im sprichwörtlichen Sinne die Hand vor Augen nicht sehen kann. Sicherlich mit ein Grund, für die erfolgreichen Sternobservatorien auf Big Island und die wohltuende schwere Müdigkeit, die Hawaii bereits kurz nach 18:00 Uhr befällt und Zeit und Raum vergessen lässt.

10 Dinge über Big Island: Menschen

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Wenn man den Weg von der Folklore zu den "echten" Menschen findet, kann der Aufenthalt der Beginn eines kulturellen Austauschs werden. Photo: Kai Baumgartner
5. Menschen
Auch in der Rennwoche des Ironman Hawaii trifft man auf Vertreter des Homo sapiens, die wenig mit Triathlon oder Sport im allgemeinen anfangen können. Wenn man Queen K Highway, Alii Drive und Dig Me Beach links liegen lässt und sich auf die Zugezogenen oder tatsächlich auf Hawaii seit Jahrhunderten beheimateten Bewohner einlässt zieht einen die Bandbreite der Kulturen in den unweigerlich an.

10 Dinge über Big Island: Essen

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Was geht über ein Frühstücksbuffet mit lokalen Früchten, die das Wort Notreifung nicht kennengelernt haben? Photo: Kai Baumgartner

6. Essen
Hawaii ist nicht nur ein kultureller oder folkloroistischer Schmelztiegel, sondern gerade auch ein kulinarischer. Vom us-amerikanischen Fastfood führt der Weg während der Aufenthalte meist kurvig zwischen diversen asiatischen Nuancen und hawaiianischen Wuchtigkeiten pendelnd, von Kilogramm zu Kilogramm. Nicht ausgelassen werden sollte fangfrischer lokaler (!) Fisch, der als Sashimi, Sushi oder mit Hitze und zauberhaften Gewürzen aufgepeppt, den kurzen Abend versüßt.

10 Dinge über Big Island: Natur

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Die hawaiianischen Geckos aus der Familie der Phelsumen sind die Landbewohner mit den meisten Fans unter den Triathleten. Die kleinen Naschkatzen kann man mit Honig und anderen Leckereien durchaus mit der Hand füttern. Photo: Kai Baumgartner
7. Natur
Wenn man sich traut, die bewachsenen Höhen der Vulkane zu besteigen, erlebt man eine vielseitige Natur mit vielfältigen Sinneseindrücken in ihrem Farb- und Formenspiel. Wanderschuhe nicht vergessen!

10 Dinge über Big Island: Klimazonen

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Bis über die Wolkengrenze reicht der Aktionsradius der Touristen auf Big Island, Hawaii. Photo: Kai Baumgartner
8. Klimazonen
Hawaii kann gegensätzlicher nicht sein. Ganze 11 der derzeit definierten 13 Klimazonen finden sich auf Big Island. Jede der einzelnen öffentlich zugänglichen Hawaii-Inseln beheimatet mindestens die vier Hauptklimazonen Wüste, tropischer Regenwald, moderates Klima und Tundra. 

Die feuchtwarm-tropische Zone reicht vom Meeresspiegel bis auf 120-135 Höhe und wird oftmals von trockenen und semi-trockenen Zonen draußen in den Lavafeldern als wärmste Regionen der Insel abgelöst. Ab 400 bis 500 Metern wird es in den gemäßigten Zonen spürbar kühler, bevor ab 3.200 Metern alpine Regionen mit Schneefall und häufigem Regen beginnen.

Als Faustregel gilt: pro 300 Höhenmeter nimmt die Temperatur um 2° Celsius ab. Die gefühlte Temperatur kann durch Wind, Regen und Wolkendecke deutlich tiefer ausfallen.

10 Dinge über Big Island: Lava Java, Dig me Beach

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Am Dig Me Beach treffen sich alte Haie und junge Delphine gleichermaßen zum friedlichen Stelldichein. Altmeister Jürgen Zäck hat 2011 seine Zelte in Asien aufgeschlagen und verfolgt die WM 2011 sicherlich auch im Internet. Photo: Kai Baumgartner 
9. Lava Java und Dig Me Beach und Pool
Wo anders, als am Dig Me Beach und dem Pool geht es um's Sehen und Gesehen werden. Der Jahreshöhepunkt kündigt sich durch intensive Präsenz und Körperlichkeit an, die im morgendlichen Schwimmritual von etwa 6:00 bis 8:00 Uhr einen ersten täglichen Höhepunkt findet.

Die anschließende lange Warteschlange vor dem In-Treff Island Lava Java am Alii Drive ist Klatsch- und Szenetreff zugleich, der sich am Morgen, für den Mittagssnack und allabendlich großartiger Beliebtheit erfreut.

10 Dinge über Big Island: Ironman Hawaii

10 Dinge, die für einen Besuch auf Big Island sprechen, sollen erklären helfen, was Big Island in der Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlon so interessant macht.
Alljährliches Mekka der Triathleten, der Alii Drive von Big Island, Hawaii. Photo: TFrahmS

10. Ironman Hawaii
Häufig werde ich gefragt, wo man den Ironman Hawaii Triathlon bestmöglich verfolgen kann. Ehrlich gesagt gibt es nur einen einzigen Ort, der den Fan umfassend informiert. In einem kleinen Hotelzimmer auf einem der mittleren Stockwerke des King Kamehameha's Kona Beach Hotel laufen die Signale der NBC und IronmanLive.com Kameracrews zusammen. Mehrere Reihen Monitore machen dieses kleines Zimmer zum alles versorgenden Herzen, dessen wichtigste abgehende Adern in die Räumlichkeiten von IronmanLive und der VIP-Betreuung und zum TV-Uplink via Satellit landen.

Den Ironman Hawaii "erleben" kann man dort aber nicht. Dazu muss man früh am Morgen ab 5:30 oder 6:00 Uhr seinen Sitz- oder Stehplatz auf dem Pier oder der Piermauer gesichert haben, den Knall der Kanone spüren und den beißenden Pulvergeruch genauso riechen, wie die Sonnenschutzmittel der ins Wasser gleitenden Athleten, die Fischschwärmen gleich Richtung Süden ziehen.

Danach muss man zum "Erleben" auch den kurzen Weg zur Hot Corner und Palani Road gehen, vielleicht sich auch auf Alii Drive und Queen K zur Mittagszeit auf die kochende Lava stellen, um am Abend an der Finishline die letzten offiziell gewerteten Athleten zu empfangen.

Am Abend, gegen 24:00 Uhr stellt man dann fest, dass man nicht soooo viel als Zeitzeuge gesehen hat und dass das Anschauen irgendwie sehr viel anstregender als das Mitmachen gewesen sein muss :-)

Samstag, 31. Oktober 2009

Pater Damien Molokai und Kohala, Seligsprechung nach Aufoperung für die Leprakranken


Pater Damien (* 03.01.1840 – 15.04.1889) oder der Heilige von Molokai wurde von Papst Benedict XVI am 11.10.2009 im Petersdom heiliggesprochen, nachdem bereits 1995 Papst Johannes Paul II die Seligsprechung durchgeführt hatte. Sein Gedenktag in der Liturgie ist der 15. April. Unter dem bürgerlichen Namen Jef de Veuster geboren, setzte sich der Ordenspriester der Arnsteiner Patres

1863 wurde das siebte Kind einer Bauernfamilie nach anfänglicher Ausbildung an einer Handelsschule auf eigenen Wunsch in die römisch-katholische Missionsarbeit in die Mission auf die Sandwich-Inseln (den heutigen US-Bundesstaat Hawaii) entsandt. Dort empfing er schon zwei Monate später die Priesterweihe und wurde zunächst auf die Insel Hawaii, nach Puna und Kohala, direkt in die Region der Radstrecke des über hundert Jahre später stattfindenden Ironman Hawaii gesandt.

Pater Damian war für seine gute Konstitution bekannt und erbaute eine Reihe von Kapellen mit eigenen Händen. Auf eigene Bitte hin ließ er sich 1873 auf die Insel Molokai bringen, wo etwa 600 Leprakranke von der Gesellschaft ausgestoßen und ohne jede medizinische Betreuung lebten. Durch sein Wirken unter den Kranken erlangte Pater Damian große Bekanntheit und Verehrung als „Apostel der Leprakranken“. Schließlich infizierte er sich mit der damals tödlichen Krankheit. 1885 wurde sie diagnostiziert, vier Jahre später starb Pater Damian. Seine sterblichen Überreste wurde 1936 nach Belgien überführt und in einem Grabgewölbe des Klosters in Löwen beigesetzt, das heute zu einer Stätte der Verehrung geworden ist. Pater Damian ist seitdem der Schutzpatron der Leprakranken. Dieses Patronat wurde in den 1980ern von Aids-Selbsthilfeeinrichtungen inoffiziell übernommen, da Infizierte und Erkrankte teilweise ebenso wie Aussätzige behandelt wurden.

Foto: Wikimedia, Hawai'i State Archives in Honolulu (Hi), 1988 (ein Jahr vor dem Tod, des von der Lepra gezeichneten Paters)

Freitag, 30. Oktober 2009

Eddie would go, die Geschichte des Edward Ryan Makua Hanai Aikau


Edward Ryan Makua Hanai Aikau (*Kahului, Hawaii, 04.05.1946 – 17.03.1978) war ein auf ganz Hawaii berühmter Surfer, der in stürmischer Nacht auf den Wellen des Pazifiks während einer Rettungsmission verschwand. Als der erste Rettungsschwimmer an der Bucht von Waimea (Oahu) überhaupt, rettete er viele Leben und wurde die erste sportliche Berühmtheit über Oahu hinaus. Eddie Aikau gewann viele Surfevents und Preise, wie die 1977 Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championships.

1978 nahm Eddie als 31-Jähriger an einer historischen Reise der Polynesian Voyaging Society teil, die in einem nachgebauten Kanu die 4.000 Kilometer lange Route der Polynesier nachfolgend über 30 Tage auf See sein sollte. Bei der Nachzeichnung des Wegs von Hawaii nach Tahiti verließ das Ausleger-Kanu (Hokule) Hawaii am 16. März 1978, schlug jedoch auf der Reise früh leck und havarierte rund 19 Kilometer südlich der kleinen hawaiianischen Insel Molokai, die früher als Leprakolonie diente.

Der Marketingslogan "Eddie would go!" rührt aus einer mündlichen Respektbezeugung der Hawaiianer, als sich Eddie in jener Nacht, als die Not groß war bei stürmischer See mit seinem Surfboard ohne Kompass und Hilfsmittel auf den Weg zur nächstliegenden Insel Lanai machte. Tragischerweise wurden seine Bootskollegen später von der U.S. Küstenwache gerettet, während Eddie für immer verschollen blieb und selbst die größte durch Flugzeug gestützte Suche in der Geschichte Hawaiis ohne Ergebnis blieb. "Eddie" ist eine Vorbild für die noch immer auf Hawaii spürbare altruistische Lebenseinstellung.

Foto: Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/File:Eddie_Aikau.jpg)

Freitag, 23. Oktober 2009

Rapanui, kleiner kulinarischer Geheimtipp

Rapanui, ein klitzekleines Restaurant, gleich um die Ecke von einem der großen Banyan Trees am Alii Drive, "Tante's" Restaurant und "Scandinavian Shaved Ice" gelegen, ist in Fischsachen ein kleiner Geheimtipp. Rapanui liegt versteckt in dem kleinen Einkaufszentrum "Banyan Court". Dem von der neuseeländischen Familie O'Halloran geführten Betrieb (75 Alii Drive, Kailua-Kona, HI 96740; Tel: +1-808-329-0511) merkt man den ausgebildeten Koch und Eigentümer an. Der Name leitet sich von dem neuseeländischen Heimatort der Familie ab...

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Papayas und Kokosnüsse

Da es am Mittwoch nach dem Schwimmen Thema am Lava Java war, greif ich meinen Tipp bezüglich des Farmer's Market erneut auf:

Wer sich in Kona mit heimischen Gemüse- und Obstsorten eindecken möchte und nicht in den großen Discountern oder entsetzlich teuren ABC-Stores zuschlagen möchte, sollte nicht nur sondern muss einen Besuch bei einem der heimischen Wochenmärkte planen. Die Qualität und der Geschmack sind fantastisch. Mehr Sonne haben auf der Welt kaum Früchte getankt...



In Kona direkt gegenüber dem Hale Halewai findet zwischen Donnerstag und Sonntag regelmäßig ein Markt statt. Hier kann man vor allem Papayas ab 5-7 Stück für einen US$ und organische Bananen erstehen. Frische Kokosnüsse gibt es natürlich auch und Litschis, Ananas, Drachenfrucht, etc...

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Hochzeitsglocken

Hawaii ist nicht nur das Ziel für Ironman Athleten, Surfer, Taucher und Kaffee-Liebhaber. Jedes Jahr nach dem Ironman läuten die Glocken für Altersklassenathleten und Profis an einem der schönen Strände, einem gepflegten Ressort auf oder unter Wasser. 2009 war für Kathrin Paetzold Schluss mit dem Weglaufen. Just married und Glückwunsch von meiner Seite an Braut und Bräutigam.

Hawaii ist einer der Bundesstaaten in den USA, der dem polynesischem Kulturkreis folgend die Heirat ab dem zarten Alter von 15 Jahren, zwischen Cousin und Cousine und - mit Einschränkungen - von gleichgeschlechtlichen Paaren zulässt. Für die Heirat ab 15 müssen beide Elternseiten das schriftliche Einverständnis abgeben.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

A propos Style, die Sache mit den Speedos und den Locals

„Da kine gay people at the Lifeguard house…“ ist kein wohlgesonnes „Hallo, willkommen auf Big Island” sondern gezielte Frotzelei einiger Locals am White Sands Beach. Viele Europäer sind sich nicht der Kleiderordnung auf Hawaii bewusst.

Am Pier mögen enge Speedos für Männer akzeptabel sein, doch schon auf dem Weg in die Stadt, sollte man als Gast den Landessitten folgen und diese sehen im Falle von Männern T-Shirts oder freien Oberkörper und Board Shorts vor – beides möglichst groß und auf jeden Fall sehr „baggy“. Was dem Kane recht ist der Wahine, dem weiblichen Pendant billig: Hier darf es ganz macholike durchaus knapp, knapper am knappsten sein.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Style Fragen

Pünktlich, eine Woche vor dem Rennen gabs die Übersicht zu den TV-Übertragungen am IM-Weekend. Enttäuschend, dass es in diesem Jahr offenbar keine Live-Schalte nach Kona gibt, aber so ist es nun mal und so muss man sich in der Nacht mit dem Ticker und somit mit zu später Stunde viel zu spärlich eintrudelnden Neuigkeiten von der Laufstrecke zufrieden geben, auf der hoffentlich bei 40Grad ein episches Duell zwischen Macca und dem Norminator ausgefochten wird, dass den „Ironwar“ für alle Zeiten in den Schatten stellen wird, und sich in der Zwischenzeit zum Wachbleiben die vielen fachkundigen Kommentare der anderen Insomniacs im Forum reinziehen.

Am Sonntagnachmittag, auf ORF etwas früher als in den ersten beiden Reihen des deutschen Fernsehens, wartet dann, wenn man es bis dahin aus dem Bett geschafft hat, das verdiente visuelle Leckerchen - die Zusammenfassung. Der Bericht am Sonntag dient zumindest für die Online-Junkies nur noch der entspannten Fernwehpflege nach dem Motto, „Was meinst du Schatz, soll ichs nächstes Jahr nochmal probieren?“, denn die Platzierungen und Split-Zeiten der ersten 30 Athleten hat man ja in der Nacht bereits ausgewertet und selbstverständlich auswendig gelernt, um beim Schwimmtraining am Montagabend mit gewohnt legendärer Detailkenntnis zu glänzen.

Wie gesagt, wenn es keine Live-Bilder gibt, bei denen man, wie vor kurzem bei Frodos unvergleichlichem Hammerrennen in Peking, auf dem Sofa vor Aufregung mehrere Flaschen eiskaltes blaues Gatorade verschüttete, dann muss man sich bei der Zusammenfassung wohl oder übel auf andere Dinge konzentrieren. Einen erfreulichen Kontrast zur öden, schwarzen Lavawüste bilden seit Anbeginn der Triathlonzeitrechnung die wunderbar exotischen, und vielfältigen Outfits der tapferen Gladiatoren, und waren und sind wichtige Eyecatcher in jedem professionell produzierten TV-Beitrag zu einem Ironman.

Es ist nämlich keineswegs so, wie der unbedarfte „Zivilist“ normalerweise denkt, wenn er das erste Mal von einer Sportart hört, bei der bereits der ambitionierte Freizeitsportler eine wöchentliche Trainingszeit im zweistelligen Bereich vorweisen kann, nämlich, dass diese eisenharten Athleten froh sein können, wenn sich zwischen das ganze Training noch ein bisschen Broterwerb, Nahrungsaufnahme und eventuell, hin und wieder, ein wenig Schlaf quetschen lässt. Weit gefehlt, denn auch wenn es bei ersten Hinsehen vielleicht nicht so aussieht, die meisten Triathleten verwenden einen signifikanten Teil ihrer kostbaren (Frei)zeit für ihr „Styling“.

Exzentrische Rennbekleidung ist eine historische Errungenschaft unserer Sportart, und geht vermutlich auf einige der frühen Protagonisten zurück. Ultraknappe Speedos und Tops waren Jungs wie Scott Tinley oder Kenny Souza einfach nicht cool genug, es mussten auch noch grauenhafte Graffiti-Prints auf die knappen Fummel, und auf gar keinen Fall durfte das ganze farblich mit den zumeist neonpinken, thermonuclearprotection Oakley Blades und en Schuhen harmonieren.

Neonpink kann aber auch ganz gut aussehen...dabei denke ich mit einem Hauch von Wehmut die jungen, knackigen Zeiten einer großen Stilikone der Triathletenzunft. Fernanda Keller war es, die in den späten 80ern eindrucksvoll vorführte wie gut ein sehr, sehr wirklich sehr knapper pinker Bikini auf einem sonnenverwöhnten brasilianischen Hintern aussieht. Wie dem auch sei, in den 80ern war es immer ein kleines Spießrutenlaufen, wenn man mit seinem sorgfältig zusammengekauften „Scott Tinley Lookalike“-Outfit auf einer ostwestfälischen Volkslaufveranstaltung auftauchte.

Denn selbst wenn am Sonntagvormittag die Sonne schon mit Vollgas vom Himmel dröhnte, und man es selbst im Schatten kaum aushalten konnte. Man wurde schief angeschaut, wenn man sich in Badehose und mit gelben Sock Racern an den Füssen neben die etablierte „Provinzlaufprominenz“ in die erste Reihe stellen wollte. Dass man in einem solchen Dress in der Triathlon Szene im Mainstream unterwegs war konnten die unwissenden Läuferwichte, die Chucky V vermutlich für den Bassisten von Black Flag halten würden, wenn sie ihm in San Diego auf der Straße begegnen damals nicht wissen. Vermutlich hatte ihnen metholbasiertes Massageöl das Hirn vernebelt.

Mittlerweile haben die Läufer sich angepasst und modernisiert, sie haben (von finnischen Triathleten „salonfähig“ gemachte) Gürtel mit kleinen Trinkflaschen, die es mittlerweile im Runnerspoint gibt, sie essen Powerbars und Gels (aus der Sportabteilung im Kaufhof) - und, es ist traurig aber wahr: Sie tragen Nasenpflaster und Kompressionsstrümpfe. Was die (meisten) Läufer allerdings noch immer nicht verstanden haben, es geht hier nicht immer nur um Funktion, es geht um Style und Lebensgefühl, und deshalb werden sie den Triathleten was Coolness angeht für alle Zeiten hinterher laufen.


(Bild: tri-express.de)

Noch besser als durch farblich angepasste und möglichst radikal-funktionelle Rennbekleidung, kommuniziert man triathletische Vibes immer noch mit dem Pre-Race-Outfit. Während man im Bereich der Rennbekleidung, zumindest, wenn man ambitioniert unterwegs ist, aus funktionellen, speziell auch aerodynamischen Gründen auf die begrenzte Produktpalette einiger Triathlon-Bekleidungshersteller angewiesen ist, kann man beim Pre-Race-Outfit seiner Phantasie und Persönlichkeit freien Lauf lassen.
Beim Pre-Race-Outfit ist besonders in den letzten Jahren ein Trend zur Hang-Loose Mode garniert mit subtilen Zitaten aus der Welt des modernen Hightech Athleten angesagt. Besonders gut lassen sich die entsprechend Trends auf den „Laufstegen“ der Triathlonszene, den Messen am Rande der großen Ironman Veranstaltungen studieren.

Die Athleten befinden sich in einer Taperphase in der das morgendliche Schwimmtraining ausfällt und so gibt es genug Zeit um vor dem Spiegel ein wenig zu optimieren, bevor man sich auf den Weg macht um auf der Messe noch schnell ein paar Ersatzventiladapter und Erdbeer-Powergels zu besorgen. Wenn es das Wetter zulässt, wählen viele Athleten für diesen Zweck entweder (als Hightech Zitat) einen Nike Free Schuh und kombinieren diesen mit einer möglichst lässigen "“Toes to the Nose“ Surfshorts. Für die die lieber gleich in Konastyle konformen FlipFlops herumschlappen, bietet es sich, vor allem bei etwas kühlerer Witterung, das HighTech Zitat etwas nach oben zu verlegen und unter den Boardshorts einfach ein paar Beinlinge zu tragen.

Um nicht als übermäßig nervöser Rookie, sondern als abgebrühter Veteran rüberzukommen empfiehlt es sich, die zur notwendigen Hydratation unverzichtbaren Elektrolytgetränke im Rucksack (nein, nicht der den man bei der Startnummernausgabe bekommen hat, sondern den von Embrun 1987) verstecken und stattdessen ständig eine halbvolle Grand Latte von Starbucks („du weisst ja, ich brauch morgens erstmal, 17 Tassen Kaffe sonst komm ich nicht in Schwung“) mit sich herumzutragen.

Oben rum trägt man am besten ein Funktions-Longsleeve mit ein paar achtlos aufgetackerten Powerbaraufnähern und hochgekrempelten Ärmeln unter einem halboffenen kurzärmligen Hawaiihemd, dass - es sei denn man ist Hannes B, - eher dezent gemustert daherkommen sollte. Auf der Brust darf auch gerne ein CNC-gefrästes Leitröllchen oder alternativ ein stilisierter Fischhaken aus südpazifischen Pottwalknochen getragen werden. Als Kopfbedeckung kommen, besonders bei großer Hitze besonders lässig wirkende, Wollstrickmützen von Independent Skatepunk Lables, oder von zahlreichen Wettkampfreisen in jeden Winkel der Welt abgewetzte Schlapphüte in Frage, oder wenn der Rest des Outfits noch keine „watch out ich bin Tiathlet“ Hinweise für Insider enthält auch gerne eine seltene Rip and Hammer oder eine Oakley Kappe von 1986. Bei der Sonnenbrille gibt es keine Regeln, aber auch hier sollte man sich von etablierten Lables abwenden, wenn man nicht allzu Mainstreamig rüberkommen möchte.

Ich finde das Pre-Race-Outfit ist eine gute Erfindung, denn anders als die ganzen Triathlon Messestände die irgendwann zwangsläufig langweilig werden, gibt es immer wieder spannende, innovative Styles zu sehen, außerdem gibt‘s auf der Messe keine Kameras und wir können dieses Spielchen sozusagen „unter uns“ spielen.
Ein bisschen lästig sind die hoffnungslosen Exzentriker die vor dem Rennen kaum auffallen und dann am TagX vor laufender Kamera modisch ganz, ganz vorne sein möchten. Manche von denen tragen Handschuhe beim Laufen, die anderen lächerliche Netzstrümpfe. Letztes Jahr, da hatte sich der Typ der als erstes über die Ziellinie gehüpft ist sogar einen Haufen Schwämme ins Oberteil gestopft – vom Drittplatzierten jährlich mehr verhüllten Dänen ganz zu schweigen.

Wir dürfen also gespannt sein, was die Zusammenfassung am Sonntag dieses Jahr bietet, denn am Montag bei der Arbeit kommen dann die Kollegen mit den Fragen „hör mal du machst doch auch so was hin und wieder, du läuft aber nicht in Strümpfen und mit Handschuhen und hast Sponge Bobs im Oberteil?....“

Dienstag, 7. Oktober 2008

Abzweig Kona Coffee nicht verpassen

Ab Dienstagmorgen weisen zwei einheimische Wahines am Pier und ein Plakat auf dem Grund der Kailua Bay auf die Existenz einer Pitstop-Möglichkeit für leckeren Kona Kaffee hin. Wem also bei Schwimmmeter 500 die Puste ausgeht, darf sich selbst auf ein Tässchen mitten im Pazifik einladen.

Does and dont’s, Pokapoka

Geehrter Ironman-Teilnehmer,
anbei erfolgt eine offizielle Mitteilung der WADA Hawaii:

Hawaii mit seinen Inseln und insbesondere das traditionsbewusste Eiland Big Island hat eine lange Historie – dazu zählen auch Dinge wie Kava*, eine Extrakt aus der Kava-Pflanze. Es wird von vielen Einheimischen und Kamaainas zum Ausklang des Abends ab und an getrunken. Der bitter-säuerliche eher eklig schmeckende Trank sorgt für leichte örtliche Betäubung und je nach körperlicher und seelischer Konstitution für eine minimale Benebelung der Sinne.

Pokapoka hat auch eine Tradition in der Region, steht aber auf der Liste der verbotenen Substanzen im Sport. Wenn Ihnen also zwischen Lava Java und Bubba Gump Shrimps ein Local mit einem großen dunklen Abfallbeutel zu später Stunde eine solide Einkaufstasche mit etwa 5 Litern Pokapoka* zu USD 10,- verkaufen möchte, handelt es sich nicht um einen Lei-Blumenkranz! Auch wenn er ohne zu zögern gleich auf 3,- Dollar herunterhandelt sollte man die 2,- Euro steckenlassen.

Während manche Locals am Abend die Lagerfeuer am Strand am Wochenende offensichtlich vorzugsweise mit Pokapoka anzünden und auch keine Bedenken zu haben scheinen, die schnellwachsende Pflanze als Primärbrennstoff zu verwenden, um sich dann im Kreis um die Schwaden zu setzen, sollte der geneigte Besucher aus Europe dann doch etwas Abstand wahren und sich nicht komplett auf den kulturellen Exkurs einlassen.

Bitte NICHT aufsetzen oder umhängen. Bitte nicht mit einer Pokopoka-Lei um den Hals einen Sheriff nach dem Weg fragen. Das wäre dann doch vielleicht ein zu großer Test für die bekannte Toleranz der Ordnungshüter gegenüber den Traditionen und Mythen der Hawaiianer... Bei der für diesen Preis in die Hand gedrückten Menge kann man eher damit rechnen noch vor dem Start des Ironman Hawaii 2008 in den Heimatflieger gesetzt zu werden ;-)

Wer sich bekiffen mag, möge das körpereigene Endorphinsystem nutzen und mal ordentlich Biken und Laufen oder vor dem Schwimmen 5 bis 10 Mal in eine Plastiktüte ein- und ausatmen…


Hochatungsvoll
WADA Kona, Alii Drive

* Verschiedene Schreibweisen und Synonyme sind geläufig. Bildquelle: Wikipedia, GNU Free Documentation License, Version 1.2

Samstag, 4. Oktober 2008

Das obligatorische Sushi-Posting

Jürgen Zäck mag Suhsi und viele andere Triathleten auch. Wo kann man in Kona gut Sushi essen? Für die grössere „Trainingslagerversorgungsschlacht“ kann man bei Costco ab ca. 16 US$ Platten kaufen, die für ¼ deutschen Triathlonradbären bis 2 US-Agegoup-Triathletinnen ausreichen dürften. Aber alle Discounter von Walmart über KTA bis Sack’n’Save haben abgepacktes Sushi und Sashimi.

Im Bereich der Restaurants gibt es im Coconut Grove mit Wasabis und Shinio (?) zwei ordentliche Restaurationsbetriebe, wobei Wasabis gemütlicher ist. Der Snack zwischendurch kann mitten auf dem Parkplatz bei Sushi& Bento vor dem Sack’n’Save an der Palani Road genossen werden.
Wer den Fisch lieber gekocht, gebraten oder gedünstet essen möchte kann z.B. Rios (Coconut Grove), Huggo’s (neben Royal Kona Resort) oder Jameson’s by the Sea (direkt am White Sands Beach) testen.