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Sonntag, 13. Januar 2013

Der Bayerische Triathlonverband ist wieder Mitglied der Deutchen Triathlon Union, DTU tritt als einheitlicher Dachverband die Aufgaben der Zukunft an

Das Jahr 2013 beginnt für die Deutsche Triathlon Union mit einer sehr positiven Nachricht. Der Bayerische Triathlonverband (BTV) ist am 12. Januar auf einem außerordentlichen Verbandstag der DTU in Frankfurt am Main wieder in den Kreis des Dachverbandes aufgenommen worden. Die anwesenden Vertreter des DTU-Präsidiums und der anderen Triathlon-Landesverbände stimmten ohne Gegenstimme dem Aufnahmeantrag des BTV zu.
DTU-Präsident Dr. Martin Engelhardt (li.) und der Präsident des Bayerischen Triathlon Verbandes, Tobias Heinze, freuen sich über die Rückkehr des BTV in den Dachverband. Photo: DTU
„Das Präsidium der DTU freut sich, den BTV wieder als Mitglied aufnehmen zu können“, zeigte sich Präsident Dr. Martin Engelhardt zufrieden, „dass im deutschen Triathlonsport nun wieder gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft gearbeitet wird.“ Entsprechend erleichtert ergänzte der neue BTV-Präsident Tobias Heinze: „Was zusammengehört, ist wieder vereint. Jetzt können unsere großartigen bayerischen Athleten und Veranstalter endlich wieder ihrem geliebten Sport nachgehen.“

Mit dem Aufnahmeantrag war das auf dem außerordentlichen Verbandstag des BTV vom 8. Dezember 2012 neu gewählte Präsidium des BTV dem Votum seiner Mitgliederversammlung nachgekommen. Folge der positiven Abstimmung vom Wochenende ist somit, dass die DTU als vollständiger und einheitlicher Dachverband des Triathlonsports auftreten und wirken kann.

Parallel zur Rückkehr hatten die bayerischen Verantwortlichen auch veranlasst, die Rechtsstreitigkeiten mit der DTU zu beenden. Die Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 10. Mai wurde zurückgenommen und ist mittlerweile offiziell vom Oberlandesgericht Frankfurt beschlossen worden. Inhalt der Klage waren die Ergebnisse des DTU-Verbandstags vom 5. November 2011, darunter die Wahl des Präsidenten Engelhardt und eine neue Gebührenordnung, die mit einer großen Mehrheit beschlossen wurden.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Triathlon Union

Samstag, 12. Januar 2013

Bayerischer Triathlon Verband in die Deutsche Triathlon Union aufgenommen

Der Bayeriscbe Triathlon Verband (BTV) ist am Samstag den 12. Januar 2013 durch einstimmigen Beschluss der 15 anderen Landesverbände und des Dachverbands in die Deutsche Triathlon Union (DTU) aufgenommen worden. Dem neuen BTV-Präsidium um Präsident Tobias Heinze ist es gelungen in kurzer Zeit alle nötigen Voraussetzungen für diese Wiederaufnahme zu erfüllen.
Der Bayerische Triathlon Verband (BTV) ist wieder Mitglied in der DTU. Logo: BTV
Das neue Präsidium des BTV muss sich in den nächsten Wochen um die Beseitigung der Schäden und eine grundlegende, seit vielen Jahren vernachlässigte Modernisierung des großen Landesverbandes in der DTU kümmern.

Die Neuaufnahme in die DTU wurde notwendig, weil sich unter der Verbandsführung durch Heinzes Vorgänger Peter Pfaff der BTV vollständig isoliert hatte und die Landesverbände den BTV daraufhin ausschlossen. In direkter Folge eines Konfrontationskurses mit der DTU verlor eine große Mehrheit der Vereine und alle Bezirksvorstände das Vertrauen in Pfaffs anachronistischen Führungsstil. Er trat nicht mehr zu einer Wiederwahl an.

Weitere Informationen können auch der gemeinsamen Presseerklärung von BTV und DTU vom 13.01.2013 entnommen werden: Dnf-is-no-option.com/2013/01/bayerischer-triathlon-verband-in-die.html

Dienstag, 11. Dezember 2012

Bayerischer Triathlon Verband berichtet vom außerordentlichen Verbandstag in Titting-Emsing

Der Bayerische Triathlon Verband (BTV) hat auf seiner Website einen Bericht [1] vom außerordentlichen Verbandstag mit Neuwahlen und Neuausrichtung der Verbandspolitik veröffentlicht. Zum Abrunden des durch die quasi in Echtzeit auf Dnf-is-no-option.com publizierten Kurzberichte [2, 3] mit detailliertem Hintergrund folgt nun die erste offizielle Pressemitteilung:

Bayerischer Triathlonverband stellt die grundsätzlichen Weichen für eine Rückkehr zur DTU


Am 8.Dezember 2012 fand in Titting-Emsing ein außerordentlicher Verbandstag statt, bei dem die Delegierten im Kern darüber abzustimmen hatten, ob der Bayerische Triathlonverband in Zukunft als eigenständiger Verband außerhalb des Bundesdachverbandes DTU firmieren sollte oder eine zeitnahe Rückkehr in die DTU anzustreben ist, verbunden mit Akzeptanz der aktuellen DTU-Satzung und Gebührenordnung.

Die entscheidende Abstimmung führte zu einem deutlichen Votum der anwesenden Delegierten gegen den bayerischen Sonderweg und für die Wiederaufnahme des BTV als ordentlicher Landesverband der DTU. Unter den neu geschaffenen Voraussetzungen gehen wir davon aus, dass die bayerischen Triathleten in 2013 DTU-Startpässe über ihre Heimatvereine in Bayern beziehen werden können. Nach Festlegung dieser als 7. Tagesordnungspunkt wichtigsten Richtungsentscheidung des Verbandstages fanden turnusgemäße Neuwahlen des Verbandspräsidiums statt. Der bisherige Amtsinhaber Peter Pfaff stand nicht mehr zur Wahl und es bewarben sich der Oberfranke Tobias Heinze sowie der Oberpfälzer Pierre Jander um den vakanten Präsidentenposten. Bei dieser Wahl entschieden sich die bayerischen Vereinsdelegierten mit knapper Mehrheit für einen personellen Neuanfang mit Tobias Heinze. Die weiteren neugewählten Präsidiumsmitglieder sind:


  • Vizepräsident: Dr. Harald Funk
  • Schatzmeister: Max Dachauer
  • Sportwart: Christian Ruttor
  • Jugendwart: Pierre Jander
  • Ausrichtervertreter: Jan Peter Lassen
  • Regelbeauftragte Nord/ Süd: Georg Welsch/ Bernd Stühlein
  • Schriftführer: Christian Wierer
  • Sprecher der Bezirke: Gerd Rucker

Wie bereits vor der Wahl angekündigt stellte das neugewählte Präsidium anschließend separat den Punkt [Anm. d. Red.: formal handelt es sich um einen länger zurückliegenden Antrag des Bezirks Mittelfranken] zur Abstimmung, ob die laufende [diedie laufende] Berufung im Klageverfahren gegen die DTU seitens des BTV zurückgezogen werden sollte, um einerseits keine weitere Zeit zu verlieren und andererseits die zukünftigen Verhandlungen mit der DTU hinsichtlich einer zeitnahen Wiederaufnahme des BTV in den Bundesdachverband nicht durch weiter schwelende juristische Auseinandersitzungen zu blockieren.

Als zusätzliches Zeichen der zukünftigen Neuausrichtung des Bayerischen Triathlonverbandes im Hinblick auf die von Heinze in seinem Wahlprogramm angekündigten Eckpunkte größerer Basisnähe und mehr Transparenz bei relevanten Entscheidungsprozessen fassten die Verbandsdelegierten auch noch den Beschluss, einen Vertreter der Bezirksverbände in Zukunft als stimmberechtigtes Mitglied in das Verbandspräsidium des BTV zu holen. Abschließend wurde ein Zeitrahmen für den nächsten Verbandstag festgelegt, der im Zeitraum Februar/ März 2013 stattfinden sollte und in dessen Rahmen dann auch eine neue Gebührenordnung, die in den nächsten Wochen von der neugewählten Verbands-Führung im Detail auszuarbeiten ist[, verabschiedet werden]. Auf Einladung des BTV mit anwesend beim Verbandstag in Titting/Emsing war auch der Präsident der Deutschen Triathlon-Union Dr. Martin Engelhard sowie der DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll, die sich im Rahmen der Sachdiskussionen offen für sämtliche bei den Delegierten aufkommende Fragen hinsichtlich des Finanzbedarfs des Dachverbandes und den Beschlussabläufen beim Ausschluss des BTV durch die anderen Landesverbände vor wenigen Monaten zeigten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der außerordentliche Verbandstag trotz aller zum Teil auch engagiert geführten Sachdiskussionen und der bekannten unterschiedlichen Positionen zu den bekannten verbandspolitischen Problemfeldern von einem Klima der Sachlichkeit und dem erkennbaren Bemühen aller Beteiligten um eine generelle Annäherung geprägt war.

Die Bayerischen Triathleten haben allen Grund optimistisch in die Zukunft des Triathlonsports in Bayern zu blicken und können sich voraussichtlich bald wieder auf das Wichtigste, nämlich auf die Ausübung des Triathlonsports, egal ob auf bayerischen oder außerbayerischen Wettkämpfen, konzentrieren!

Samstag, 8. Dezember 2012

Tobias Heinze neuer Präsident des Bayerischen Triathlon Verbands

Tobias Heinze ist der neue Präsident des Bayerischen Triathlon Verbandes (BTV). Der Gundelsheimer setzte sich beim rund achtstündigen außerordentlichen Verbandstag in einer knappen Entscheidung mit 129 zu 120 Stimmen gegen Pierre Jander aus Weiden durch. Jander, seit 2009 Landesjugendwart des BTV galt als der Wunschkandidat der scheidenden Präsidiumsmitglieder um den politisch gescheiterten Ex-Präsidenten Peter Pfaff und wurde von BTV-Honorartrainer Roland Knoll vorgeschlagen. Knoll selbst kandidierte für die Position des Vizepräsidenten. Wie dieses Amt der Aufsicht mit seiner Aufgabe als abhängiger Honorartrainer in Einklang zu bringen ist, blieb die Versammlung schuldig. Jander distanzierte sich jedoch bei der Vorstellung der Kandidaten vom Alt-Präsidium, indem er ähnlich wie Heinze für eine schnellstmögliche Rückkehr des BTV in die DTU plädierte.


Weitere Informationen zur Wahl der anderen Präsidiumsmitglieder, Vizepräsident Harald Funk, Schatzmeister Max Dachauer (Wiederwahl), Schriftführer Christian Wierer, den beiden Regelbeauftragten Nord/ Süd Bernd Stühlein und Georg Welsch (jeweils Wiederwahl), Sportwart Christian Ruttor, Jugendwart Pierre Jander (Bestätigung durch Jugendversammlung am Sonntag), Ausrichtervertreter Jan Peter Lassen (Wiederwahl), Sprecher der Bezirke Gerd Rucker (neues Amt mit Stimmrecht im Präsidium), Antrittsrede und Agenda folgen im Laufe der nächsten Tage.


Auf Antrag der Delegierten waren auch DTU-Präsident Dr. Martin Engelhardt und Geschäftsführer Matthias Zöll anwesend, um auf alle aufkommenden Fragen Rede und Antwort zu stehen. Ihre Argumente und die sachliche Diskussionskultur überzeugten letztlich die Versammlung für eine schnelle Rückkehr in die DTU. Diese muss formal durch einen neuerlichen Aufnahmeantrag des BTV auf einem außerordentlichen Verbandstag der DTU im kommenden Jahr stattfinden. Diesbezügliche Termine stehen im Januar oder Februar zur Diskussion, um insbesondere den Aktiven keine weiteren Hindernisse in den Weg zu legen. vom 1. Januar 2013 bis zur Wiederaufnahme können BTV-Athleten, Trainer und Kampfrichter nur eingeschränkt, bzw. gar nicht an den Maßnahmen der DTU (Wettkämpfe, Lehrgänge, Einsätze, etc.) teilnehmen. Daher ist ein Termin in den ersten drei Januarwochen wahrscheinlich.

Hitzige Diskussionen fanden um die Entlastung des Vorstandes statt. Erwartungsgemäß stand die Entlastung des Präsidiums um Pfaff längere Zeit auf der Kippe, weil derzeit noch völlig unklar ist, welche Kosten die letzten Amtsjahre des Ingenieurs verursachen werden. Die Delegierten entschieden sich letztlich für diesen Schritt und einen klaren Cut, um alle Energien auf die Zukunft richten zu können. Durch Entscheidungen des alten Präsidiums möglicherweise entstandene Schäden können zukünftig nur mehr schwer eingefordert werden. Sie müssen von BTV und der Solidargemeinschaft der Triathleten zunächst beziffert und schlussendlich selbst getragen werden.

Einen persönlichen Hintergrundbericht liefert auch Präsident Heinze zu den skurrilen Bemühungen der Seilschaft um Ex-Präsident Pfaff: "Jetzt ging es darum, einen neuen Präsidenten für den BTV zu wählen. Zur Überraschung aller, stellte sich das alte Präsidium mit vertauschten Rollen wieder zur Wahl. Die beiden Posten Präsident und Vizepräsident sollten nun durch den Jugendwart Pierre Jander und den Trainer Roland Knoll besetzt werden. Noch überraschender sollte die Vorstellung des zur Wahl stehenden Kandidaten sein, der nun auf einen völligen Kurswechsel bestand, also nicht wofür er kurz vorher noch eingetreten war, ein eigenständiger BTV, sondern auch das alte Präsidium wolle nun wieder zurück in die DTU. Der andere Kandidat, das war seit einigen Wochen in Insiderkreisen bekannt und seit dem offenen Brief der breiten Mehrheit, war Tobias Heinze. So ging der Verbandstag in die Personenwahl und wählte das alte Präsidium entgültig ab und somit Tobias Heinze als Präsidenten des BTV für die nächsten vier Jahre."[1]

[1]: Tricamp.de/blog/entry/was-lange-wahrt-wird-endlich-gut-oder-btv-nachrichten-iii.html

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Peter Pfaff und Tobias Heinze wenden sich in offenen Briefen an die Mitglieder des Bayerischen Triathlon Verbands (BTV)

Peter Pfaff, amtierender Präsident des Bayerischen Triathlon Verbands (BTV) und sein Herausforderer Tobias Heinze haben in umfassenden offenen Briefen im Vorfeld des außerordentlichen Verbandstages des BTV am 8. Dezember 2012 um die Aufmerksamkeit der Triathleten Bayerns gebeten. Die Wahl gilt insofern als richtungsweisend für den BTV, weil mit den jeweiligen Personen zwei unterschiedliche Organisationsmodelle des BTV stehen. Während Pfaff die Separation vom Dachverband Deutsche Triathlon Union (DTU) mit einem Antrag (TOP 7) weiter forcieren möchte, plant Heinze die erneute Aufnahme von Gesprächen mit der DTU und den 15 anderen Landesverbänden, um über einen Wiedereintritt des BTV in die DTU zu verhandeln. 

BTV-Präsident Peter Pfaff kämpft um die Wiederwahl - oder auch nicht.

Peter Pfaff, wegen seines intransparenten Führungsstil in die Kritik geratener Präsident des Bayerischen Triathlon Verbands (BTV) wendet sich in einem umfassenden offenen Brief an die dem Triathlonsport in Bayern verbundenen Aktiven, Funktionäre und Freunde des Sports. In dem Anschreiben versucht Pfaff im Geiste neuer Transparenz neben vielen Sachthemen insbesondere Tobias Heinze, seinen potentiell gefährlichsten Gegenkandidaten auf das Amt des Präsidenten, direkt anzugreifen. Etwaige Interessenskonflikte wegen möglicherweise bestehenden wirtschaftlichen Abhängigkeiten werden konkret von Pfaff benannt.

Natürlich bietet es sich an, den offenen Brief Absatz für Absatz im Detail zu kommentieren, jedoch sollte und muss diese wichtige Recherchearbeit zwecks Faktencheck von den Delegierten vorgenommen werden, um eine objektive Meinungsbildung zu erzielen. Dies gilt in ähnlichem Umfang auch für im offenen Brief verlinkte sachliche Artikel und den offenen Brief von Gegenkandidat Tobias Heinze.

Vielleicht führt Pfaff auch nur einen Stellvertreter-Wahlkampf.

Nach Informationen aus München, die DNF-is-no-option.com seit letzter Woche vorliegen, plant Pfaff nicht erneut anzutreten. Ob eine neue Kraft aus seinem Umfeld, ein Strippenzieher aus der Vergangenheit, eine Marionette oder eine völlig neue Person als alternative Wahloption zu Heinze am kommenden Wochenende antreten wird ist eine der spannenden Fragen. Ebenso, ob es eine der üblichen bayerischen Finten ist. Pfaff ist gelegentlich für eine kleine bauernschlaue Überraschung gut.

Schließlich fädelte er als maßgebliches Mitglied der Präsidentenfindungskommission die Wahl von Claudia Wisser und Ralf Eckert ein, die in unmittelbarer Folge die Deutsche Triathlon Union (DTU) in heilloses Chaos geführt haben. Erst durch das demokratische Votum und die Vertreibung des beruflich und privat liierten Paares durch den amtierenden DTU-Präsidenten Dr. Martin Engelhardt und die Mehrheit der Landespräsidenten konnten die wesentlichen Konflikte ausgeräumt werden.

Wie auch immer die Wahl und die Personalentscheidung und damit die Ausrichtung der Verbandspolitk um die Spitze im BTV ausgehen wird, es liegt ein langer und steiniger Weg vor dem BTV und dem ihm angeschlossenen Mitgliedern.

Offener Brief von Peter Pfaff anlässlich des außerordentlichen Verbandstages am 08.12.12 [1]

Liebe Triathleten, liebe Triathletinnen,
liebe Kampfrichter und Kampfrichterinnen,
liebe Vereinsvertreter,

für kommenden Samstag sind alle bayerischen Triathlonvereine zum außerordentlichen Verbandstag eingeladen - und wir bitten Euch:
nehmt die Chance war, bittet einen Vertreter Eures Vereins, die Interessen bayerischer Triathleten wahrzunehmen.

Eigentlich sollte der BTV stolz auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurückblicken: 


  • in keinem Bundesland Deutschlands gibt es - im Verhältnis zur Einwohnerzahl - mehr Triathleten, mehr Vereine, mehr Wettkämpfe
  • wir sind sportlich erfolgreich: z.B. sechs Medaillen bei den deutschen Jugendmeisterschaften '12, Vize-Weltmeisterschaftschaft von Anne Haug vom TV Erlangen u.ä. sprechen eine deutliche Sprache
  • wir stehen wirtschaftlich auf gesunden Füßen


Auch wenn vielleicht nicht in dem Maße wie in Bayern - Triathlon gibt es in ganz Deutschland. 

Und auch wenn wir eigentlich nur eins von sechzehn Bundesländern mit rund einem Achtel der deutschen Bevölkerung sind, haben wir bereitwillig jedes Jahr rund ein Viertel der Beitragseinnahmen des Bundesverbandes DTU gezahlt. Beiträge aus der Tasche aller bayerischen Triathleten - aber die DTU will noch mehr Geld.

Ein Konflikt - auf zwei Sätze reduziert: Aufgabe der Landesverbände ist es, den Haushaltsplan der DTU zu genehmigen und so über einen effektiven und sinnvollen Einsatz des Jahresbudgets von derzeit rund 1,7 Mio € (inkl. Fördergelder) zu wachen. Nachdem der BTV nicht mit einer geänderten Gebührenordnung einverstanden war, eskalierte die DTU die Auseinandersetzung, verweigerte jeglichen Vermittlungsversuch durch neutrale Dritte und schloss den BTV im September aus dem Bundesverband aus.

Wer noch einmal die Details nachlesen will, findet hier z.B. eine sachliche Zusammenfassung der Hintergründe.

Am kommenden Samstag geht es also darum, wie sich der BTV gegenüber der DTU positioniert - und damit auch um unser aller Geld.

Mit der Gebührenerhöhung hätte der BTV zukünftig jährlich 190.000 € Beiträge an die DTU zu finanzieren. Wohin dies führt, zeigen andere Verbände: vor gut zehn Jahren, d.h. 2001 war ein Startpass in Bayern noch für 25 DM erhältlich, seit einigen Jahren kostet er 34 €, dazu kommen noch 3 € jährlich an Abgaben an die DTU. Zum Vergleich: die Niedersachsen nehmen heute bereits 53 € pro Triathlet (40 € Startpassgebühr zzgl. 13 € Jahresgebühr). In Hamburg sind es zwar "nur" 40,50 € - dafür kassieren die Hanseaten sogar schon beim Volkstriathlon 23 € Tageslizenz, auf der Olympischen Distanz 24 €. Will man dort Neulinge im Triathlon eher anlocken oder abschrecken? Wer in Bayern keinen Startpass hat, zahlt beim Volkstriathlon keinen Cent, bei allen anderen Distanzen einheitlich 10 € Tageslizenz.

Wie sieht denn die Zukunft der DTU ohne einen seiner größten Beitragszahler aus? 


  • Während der BTV überwiegend durch ehrenamtliche Kräfte lebt, ist der Stamm bezahlter Mitarbeiter bei der DTU in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Versuchung, für Gehaltserhöhungen mal eben die Beiträge anzupassen liegt nahe - Aufgabe der Verbände ist es, über die Verhältnismäßigkeit zu wachen.

Ohne den BTV fehlt der DTU rund ein Viertel seines Budgets - die DTU mit ihrer derzeitigen Struktur wäre komplett handlungsunfähig! 

  • In Bayern gibt's nicht nur die schönsten Seen, höchsten Berge und schönsten Landschaften - unsere Triathlonveranstaltungen zählen nicht ohne Grund zu den beliebtesten in Deutschland. Da die DTU die Zusammenarbeit mit dem BTV verweigert, verbietet ihre DTU-Sportordnung den Triathleten ausserhalb Bayerns zukünftig auch die Teilnahme an bayerischen Triathlons.

Jedes Jahr startet eine fünfstellige Anzahl von Triathleten aus anderen Bundesländern bei uns in Bayern - will die DTU diesen zukünftig verbieten, ihren Sport auszuüben? Gemäß Sportordnung müßte sie diese sogar mit einer Sperre belegen. 


Ein Schelm, wer glaubt, der Ausschluss wenige Wochen vor der turnusmässigen Neuwahl des BTV-Präsidiums wäre Zufall. Die DTU pokert - und setzt darauf, dass sich bayerische Triathleten erpressen lassen. So saß unter den Zuhörern auf dem ordentlichen Verbandstag am 13.10. auch bereits der offizielle "Sonderbeauftragte Projekte" der DTU - auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch regulär Vize-Präsident im Schleswig-Holsteinischen Landesverband war. Mittlerweile hat sich der Kandidat der DTU, Tobias Heinze, der sein Geld u.a. mit der Organisation von Leserreisen für das offizielle Verbandsblatt der DTU "Tri-Time" und Trainingslagern in diesem Umfeld verdient, offiziell um das Amt des Präsidenten des BTV beworben.

Keine Frage: es ist gut, dass es Menschen wie Tobias Heinze gibt, die für die Triathleten ein derartiges Angebot bereitstellen.

Aufgabe des Verbandspräsidenten ist es aber auch, darüber zu wachen, dass mit unseren Mitgliedsbeiträgen keine Vetternwirtschaft betrieben wird. Kann dies jemand leisten, der selbst in nicht unerheblichem Maße direkt von der DTU wirtschaftlich abhängig ist?

Tobias Heinze hat mittlerweile seine Ziele offen gelegt:
Für ihn ist ein sofortiger Beitritt zur DTU alternativlos. Einen Plan B für den Fall, dass die DTU nicht von ihren Vorstellungen abrückt, hat er nicht.

Wer sich ohne Plan B an einen Verhandlungstisch setzt, der verhandelt nicht - der bettelt. 

Haben wir Bayern es nötig, betteln zu gehen?


Deshalb sorgt dafür, dass am 8. Dezember ein Vertreter Eures Vereins beim Verbandstag in Titting-Emsing mit dafür stimmt, dass es diesen Plan B gibt. 


Niemand im BTV war zu irgendeinem Zeitpunkt an einem bayerischen Verband außerhalb der DTU interessiert. Aufgabe eines Verbandes ist es, die Menschen zu vereinen - keine Gräben aufzuwerfen.

Warum gab es den Ausschluss? Der BTV hat 2012 für 4.552 Mitglieder, die ihm die Vereine 2011 namentlich gemeldet hatten, Beiträge entrichtet. Die DTU erhob jedoch im Gegensatz zu den Vorjahren Anspruch auf Beiträge für 11.721 Athleten gemäß der jährlichen Bestandserhebung des BLSV. Zum Vergleich: Björn Steinmetz, baden-württembergischer Präsident hatte 3.110 Mitglieder in seinem LV gemeldet - während die Bestandserhebung seines Landessportbunds 6.785 Triathleten zählt. Martin Engelhardt, vergangenen November noch Präsident des hessischen Landesverbandes hatte 3.282 Mitglieder gemeldet - die Bestandserhebung seines Landessportbundeshatte 5.422 Triathleten erfasst. 

Das ist doch dasselbe? Nein. Björn Steinmetz ist als Sprecher der Landesverbände Präsidiumsmitglied der DTU. Martin Engelhardt ist seit einem Jahr Präsident der DTU. Wer vor diesem Hintergrund die offizielle Pressemitteilung der DTU liest, weiß worum es geht: nicht um ein paar tausend Euro - sondern um Beeinflussung der bayerischen Triathleten, um ein falsches Spiel mit dem Ziel, eine lästige Kontrollinstanz zu eliminieren.

Ein idealer Sportverband funktioniert so, dass der einzelne Athlet gar nicht mitbekommt, dass es ihn gibt, engagierte Menschen organisieren den Sport diskret im Sinne des Sportlers. Die DTU hat stattdessen konsequent versucht, den Konflikt auf den Rücken der Athleten zu verlagern. Im Frühjahr haben wir alle erlebt, wie die DTU zunächst die Auslieferung der Startpässe verweigert hat. Jetzt wird das Gerücht gestreut, bayerische Athleten würden zukünftig gar keine Startpässe mehr erhalten.

Das ist falsch. Der BTV wird auch in Zukunft alles unternehmen, damit für keinen Athleten Nachteile entstehen.

Damit vernünftige Gespräche auf Augenhöhe mit der DTU möglich sind, ist ein Plan B unverzichtbar - und der lautet: der BTV akzeptiert zunächst den Ausschluss durch die DTU.

Diese Vorgehensweise im Interesse der bayerischen Triathleten wird auf dem Verbandstag kommenden Samstag im Detail erläutert werden.

Die groben Eckpunkte sind: 


  • Einen Startpass des BTV gibt es zum Preis von 25 Euro, Zusagen von Veranstaltern außerhalb Bayerns, diesen anzuerkennen und keine Tageslizenzen zu erheben liegen vor.
  • Wer bei Deutschen Meisterschaften starten oder aus anderen Gründen einen DTU-Startpass haben will, kann diesen offiziell über die Geschäftsstelle des BTV zum Preis von 60 € erhalten. Gestreute Gerüchte, dafür müsse man sich einen nicht-bayerischen Verein suchen und zusätzliche teure Mitgliedsbeiträge zahlen, sind falsch.
  • Athleten, die bei Top-Wettkämpfen Preisgeld-berechtigt sein möchten (z.B. WTC), können über den BTV auch einen Elite-Pass für 150 € erhalten.
  • die bisherige Veranstalterabgabe, nach der Triathlon-Ausrichter 10% der Startgeldeinnahmen abzuführen haben, entfällt ersatzlos - wir bitten die Ausrichter, die Reduktion direkt an die Athleten weiterzugeben und damit zukünftig günstigere Startpreise zu ermöglichen.


Es wird auch keine Sippenhaft im Stil der DTU geben: wer einen gültigen Startpass vorweisen kann, muss keine Tageslizenz in Bayern lösen - egal welcher Landesverband dahinter steckt. 

Noch einmal klar und deutlich: niemand im BTV will einen Verband außerhalb der DTU - der Ausschluss des BTV ist ausschließlich auf das Betreiben der DTU zurückzuführen.

Der BTV will eine konstruktive, aber auch kritische Kontrollfunktion innerhalb der DTU wahrnehmen. Deshalb darf eine Verhandlung mit der DTU kein Betteln um Wohltätigkeiten sein, es muss ein Gespräch auf Augenhöhe sein.

Unsere Bitte an Euch alle: unterstützt den Triathlon in Bayern!

Wir bitten um Verständnis, dass Delegierte am Samstag nur gegen Legitimation ein Stimmrecht haben werden. 

Bayerischer Triathlon-Verband

Peter Pfaff
Präsident

[1]: Triathlon-bayern.de/aktuelles/news/article/offener-brief-von-peter-pfaff-anlaesslich-des-ausserordentlichen-verbandstages-am-081212/

Freitag, 30. November 2012

Chaostage im Bayerischen Triathlon Verband: Offener Brief von Tobias Heinze "mit Unterstützung der Bezirksvorstände des Bayerischen Triathlon Verbands"

Die Welle jüngerer Entwicklungen droht das aktuelle Präsidium des BTV um Peter Pfaff bei den anstehenden Wahlen am 8. Dezember 2012 vollends von der Landkarte der Sportpolitik zu spülen. Nach dem Auschluß des Bayerischen Triathlon Verbands (BTV) aus der Deutschen Triathlon Union (DTU) und zunächst vereinzelten Protesten verschiedener Bezirksvorstände wird der Widerstand augenscheinlich immer größer. Neben der Urteilsverkündung im vom BTV gegen die DTU angestrebten Prozess am 13. Januar 2013 droht dem großen Landesverband in Bayern im ungünstigen Falle noch über Monate im Chaos zu versinken.

Eine Aufarbeitung der Amtszeit unter Präsident Pfaff ist nur eine der Herausforderungen in Bayern. Eine Entlastung der Vorstands durch die Vertreter der Bezirke ist unter diesen Umständen unwahrscheinlich. Ob Pfaff unter den Vorzeichen einer sich abzeichnenden Wahlniederlage beim "außerordentliche Verbandstag, als Weiterführung des unterbrochenen Verbandstags vom 13.10.2012", erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren wird, ist derzeit offen. Seine Protégés Claudia Wisser und Ralf Eckert verzichteten seinerzeit bei der DTU im Angesicht einer Niederlage auf diesen Schritt.

Tobias Heinze, Veranstalter von Sportreisen und Camps hat sich am 29. November 2012 in einem "Offenen Brief" der Sachlage im Detail angenommen und "mit der Unterstützung der Bezirksvorstände des Bayerischen Triathlon Verbands" gezeichnet. Wer sind die Personen, die sich zur Wahl und für eine starke Vertretung  des BTV in der DTU aussprechen? Lektüre, nicht nur für Bayern und ihre Anrainer-Länder:

"Aus diesem Team steht Tobias Heinze aus Bamberg (Oberfranken) als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung. Als Stellvertreter an seiner Seite würde Uwe Kirst aus Weilheim den Platz als Vizepräsident zur Verfügung stehen. Die weitere Wahl des Präsidiums für einen Kurswechsel hängt zum Einen von der Bereitschaft des bisherigen Präsidiums zur Weiterarbeit ab und zum Anderen natürlich auch von weiteren möglichen, gern gesehenen und sicher guten Kandidaten direkt aus dem Verbandstag. Unabhängig von unserem Team haben einige bisherige Präsidiumsmitglieder signalisiert, ggf. weiterzuarbeiten. Von unserem Team würden Christian Wierer (1. Vors. Unterfranken), Gerd Rucker (1. Vors. Oberpfalz), und weitere Personen bereitstehen um ggf. Aufgaben im Präsidium zu übernehmen."

[...]

"Mit diesen Worten möchte ich den Brief beenden und Sie alle einladen am Verbandstag am 08.12.2012 in Emsing Ihr Stimmrecht unter dem Tagesordnungspunkt Top 7 wahrzunehmen:
Es wird beantragt, dass der BTV den Ausschluss aus der DTU akzeptiert und als eigenständiger Verband den Triathlonsport in Bayern und für die bayerischen Sportler organisieren wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass damit auch die Gebühren ab 2013 durch den a.o. VT genehmigt werden.
Aussprache zu diesem Antrag und Informationsaustausch mit Vertretern des Präsidiums der DTU.
Abstimmung über diesen Antrag. Um den Weg, des Bayerischen Triathlon Verbandes wieder in die DTU zurückzuführen muss bei diesem Antrag mit NEIN gestimmt werden! Danach beginnt die Neuwahl des Präsidiums." [1]

Tobias Heinze hat am 29.11.2012 "mit Unterstützung der Bezirksvorstände des Bayerischen Triathlon Verbands" einen  "Offenen Brief" an die Vereine im BTV gerichtet. Schreiben: Tobias Heinze