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Mittwoch, 20. März 2019

Erreicht die Affäre um Doping in Erfurt den Triathlon oder den Honolulu Marathon?

Bei Razzien unter dem Projektnamen „Operation Aderlass“ hoben Ermittler rund um die Staatsanwaltschaften in Deutschland und Österreich am 27. Februar 2019 bei der Nordischen Ski-WM im österreichischen Seefeld und im deutschen Erfurt ein Doping-Netzwerk um den verhafteten Erfurter Mediziner Dr. Mark Schmidt aus. Das Netzwerk war bis zu seiner Zerschlagung in diesem Frühjahr seit 2011 mit  einer dreistelligen Anzahl von Fällen der Blutentnahme und -rückführung aktiv. Wachstumhormone und bislang nicht identifizierte Stoffe sollen ebenfalls Verwendung gefunden haben. Ob neue, experimentelle Dopingpraktiken stattgefunden haben, ist derzeit nicht bekannt.
Doping im Spitzensport ist einmal mehr im Fokus der Berichterstattung in den deutschsprachigen Medien. Photo: Pexels/Pixabay CC0
Neun Doper identifiziert, elf sind der Öffentlichkeit noch unbekannt
Im Rahmen der Operation durch die Ermittlungsbehörden wurden bisher 9 Sportler aus Österreich, Estland, Kasachstan sowie weitere mutmaßliche Drahtzieher und Komplizen identifiziert und ggf. festgenommen und umfangreiche Beweismittel (z. B. 40 Blutbeutel) sichergestellt. Unter den neun bekannten Sportlern sind drei estnische Langläufer, drei Österreicher und ein Kasache. Zwei österreichische Radprofis, darunter Georg Preidler. Bleiben elf der Öffentlichkeit unbekannte betrügende Sportlerinnen und Sportler dieser Doping-Zelle.

Video mit Nadel im Arm
Langläufer Max Hauke wurde bei der Razzia durch die österreichischen Spezialeinheit Cobra auf dem Hotelzimmer mit der Nadel im Arm erwischt, als er sich nur vier Stunden vor dem Start des 15-Kilometer-Langlauf-Rennens der WM Eigenblut zurückführen wollte. Ein Video der Szene wurde wenige Stunden später illegal auf ein Videoportal hochgeladen und von dort als Kopie verteilt.

Weitere Sportler, wie Preidler stellten sich selbst. Der österreichische Ski-Langläufer Johannes Dürr hatte die Ermittlungen mit seinen Äußerungen in der ARD-Dokumentation „Die Gier nach Gold - Der Weg in die Dopingfalle“ von Hajo Seppelt im Januar 2019 ausgelöst, als er Dopingpraktiken öffentlich machte und ist zwischenzeitlich ebenfalls wegen Betrugs verhaftet worden.

Videoaufzeichnung der Pressekonferenz
Wie die FAZ am 20. März 2019 von einer Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft München I berichtet, haben 21 Athleten aus 8 Nationen die verbotenen „Dienstleistungen“ des Arztes Schmidt inklusive Eigenblutdoping in Anspruch genommen. Eine zusammenfassende, rund 5 Minuten lange Videoaufzeichnung der Pressekonferenz ist z. B. beim MDR erhältlich

Pikant für den Triathlon und die deutschsprachige Triathlonszene ist ein Detail, das Oberstaatsanwalt Kai Gräber von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I im Rahmen der Pressekonferenz mitteilte:
„Die 21 Athleten kommen aus fünf verschiedenen Sportarten, darunter sind drei Wintersportarten“, sagte Gräber. 
Von Pyeongchang nach Hawaii
Die Bluttransfusionen seien weltweit unter zum Teil fragwürdigen hygienischen Bedingungen durchgeführt worden. Sie seien unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Finnland, aber auch in Südkorea und auf der us-amerikanischen Inselgruppe Hawaii vorgenommen worden. Im Februar 2018 hatten im südkoreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele stattgefunden. Auf Hawaii finden jeweils einmal im Jahr im Oktober der legendäre IRONMAN der Triathleten über die Langstrecke und auch der Honolulu Marathon im Dezember statt.

Marathon statt IRONMAN
Update: Nach Angaben von BILD und FAZ soll es sich bei den Flügen nach Hawaii um die Teilnahme beim Honolulu-Marathon gehandelt haben:
„Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft München auf Anfrage erklärt, dass sie mit einem Hinweis auf den Doping-Tatort Hawaii nicht den berühmten IRONMAN der Triathleten gemeint habe. Stattdessen soll Anlass der Aktivitäten der Gruppe um S. der jährliche Marathon in der Hauptstadt Honolulu gewesen sein.“ 
„Schmidt oder einer seiner Helfer flog extra nach Hawaii, um beim Honolulu Marathon im Dezember mindestens eine Sportler zu betreuen. Der Marathon gehört mit über 30 000 Läufern zu einem der zehn größten der Welt. Triathleten gehörten nicht zu Schmidts Kunden.“
Praxisbeispiele verdeutlichen Gefahren des Dopings
Oberstaatsanwalt Gräber erläuterte auch anhand einiger plastischer Beispiele die Gefahren, die sich aus den konkreten Dopingpraktiken ergeben haben. Zu den negativen Highlights dieser Pressekonferenz zählen Kreislaufprobleme, Gefahren von Infektionen durch Hygienemängel und Athleten die sich nach der Behandlung beide Arme bis zu den Schultern in den Schnee gesteckt. Offensichtlich, weil der Kreislauf und die Temperatur zu hochgefahren waren und er kühlen musste.

In wenigstens einem Fall musste ein Sportler als Versuchskaninchen herhalten, um ein bezüglich der tatsächlichen Zusammensetzung unbekanntes Dopingmittel zu testen, von dem weder Wirkung noch Nebenwirkungen bekannt gewesen seien. Nach der Applikation begann das Herz des Athleten mit doppelter Geschwindigkeit zu schlagen und weitere Versuche mit diesem Wirkstoffkomplex wurden verworfen.

Eigenblut-Bodypacker“ auf Langstreckenflügen
Explizit nannte Gräber auch Eigenbluttransfusionen kurz vor den Langstreckenflügen nach Pyeongchang in Südkorea oder nach Big Island, Hawaii und verwendete einen klassischen aber leicht abgewandelten Begriff aus dem kriminellen Drogenschmuggel: Eigenblut-Bodypacker

„Man hat zwar Thrombose-Prophylaxe mit zugegeben, aber das ist sicher medizinisch nicht in Ordnung“, sagte Gräber. Nach der Landung auf Hawaii sei das eigene Blut wieder abgenommen worden.

Weitere Festnahmen
Er gab außerdem bekannt, dass am Montag in Erfurt noch ein vierter mutmaßlicher Komplize festgenommen wurde. Schmidts Vater, der Sanitäter Sven M. und die Krankenschwester Diana S. sitzen bereits in U-Haft.

Alte Bekannte
Mit Stefan Matschiner taucht ein bekannter Name aus der Vergangenheit im Umfeld des Doping-Netzwerks aus Erfurt auf. Wie die FAZ berichtet, spielte Matschiner in der Entstehungsgeschichte des Erfurter Netzes eine erhebliche Rolle:

Als Matschiner aufgeflogen war, die österreichischen Ermittler aber keine Handhabe hatten, seine Zentrifuge einzuziehen, so stellt es Gräber dar, kamen der Österreicher und der Thüringer Arzt ins Geschäft: Statt sie, wie angekündigt, „gemeinnützigen Zwecken“ zukommen zu lassen, verkaufte Matschiner sein Gerät an S. zusammen mit einer Tiefkühltruhe für 50.000 Euro. 2018 musste sich S. eine neue Zentrifuge beschaffen, auch diese wurde bei der Razzia am 27. Februar beschlagnahmt. 
Langwierige Aufarbeitung
„Ich bin an der ganzen Geschichte interessiert“, sagte Gräber. „Nicht nur an dem, was noch nicht verjährt ist.“ 
ITU lagert Kompetenzen zum CAS aus
Der internationale Dachverband der Triathleten, die International Triathlon Union (ITU) hatte am 15. März 2019 mit Zitaten hochrangiger Sportfunktionäre mitgeteilt, dass weitreichende Kompetenzen bzgl. der operativen Anti-Doping Prozesse und Strukturen durch einen neue Kooperation mit der Anti-Doping Einheit des Court of Arbitration of Sport (CAS) neu aufgestellt werden sollen, um die Unabhängigkeit und Integrität der Anti-Doping Maßnahmen durch Gewaltenteilung sicherzustellen.

Die ITU ist damit der erste Spitzensportverband, der diesen Schritt geht. Das Timing könnte, wortwörtlich und ironisch gesprochen, nicht besser sein.

Does the blood doping affair in Erfurt reaches triathlon or Honolulu Marathon?

During raids under the project name "Operation Aderlass" on 27 February 2019 at the Nordic World Ski Championships in Seefeld (Austria) and Erfurt (Germany), investigators from around the public prosecutor's offices in Germany and Austria excavated a doping network around the arrested Erfurt physician Dr. Mark Schmidt. The network had been active since 2011 with a "three-digit number of cases of blood collection and return" until it was dismantled this spring. Growth hormones and previously unidentified substances are also said to have been used. Whether new, experimental doping practices have taken place is currently unknown.
Doping in top-class sport is once again the focus of reporting in the German-language media. Photo: Pexels/Pixabay CC0
Nine dopers identified, eleven still unknown to the publicAs part of the operation by the investigating authorities, 9 athletes from Austria, Estonia and Kazakhstan as well as other suspected manipulators and accomplices have so far been identified and arrested and extensive evidence (e.g. 40 blood bags) seized. Among the nine known athletes are three Estonian cross-country skiers, three Austrians and one Kazakh. Two Austrian cycling professionals, including Georg Preidler. There remain eleven publicly unknown cheating athletes of this doping cell.

Video with needle in arm
Cross-country skier Max Hauke was caught during the raid by the Austrian special unit Cobra in the hotel room with a needle in his arm when he wanted to lead himself back only four hours before the start of the 15-kilometer cross-country race of the World Championships. A few hours later, a video of the scene was illegally uploaded to a video portal and distributed as a copy.

Other athletes, such as Preidler, presented themselves. The Austrian cross-country skier Johannes Dürr triggered the investigation with his statements in the ARD documentary "Die Gier nach Gold - Der Weg in die Dopingfalle" by Hajo Seppelt in January 2019, when he made doping practices public and has meanwhile also been arrested for fraud.

Video recording of the press conference
As the FAZ reported on 20 March 2019 from a press conference of the public prosecutor's office Munich I, 21 athletes from 8 nations have made use of the forbidden "services" of the doctor Schmidt including self blood doping. A summary video recording of the press conference, about 5 minutes long, is available e.g. from MDR .

A spicy detail for the triathlon and the German-speaking triathlon scene is a detail that Chief Public Prosecutor Kai Gräber of the Munich I Public Prosecutor's Office in the context of the press conference announced:
"The 21 athletes come from five different sports, including three winter sports," said Gräber. 
From Pyeongchang to Hawaii
The blood transfusions had been carried out worldwide under partly questionable hygienic conditions. They were carried out in Germany, Austria, Switzerland and Finland, among other countries, but also in South Korea and on the us-American archipelago of Hawaii. In February 2018, the Olympic Winter Games were held in Pyeongchang, South Korea. On Hawaii the legendary IRONMAN over the long distance and also the Honolulu Marathon take place once a year in October respective December.

Marathon instead of IRONMAN
Update: According to BILD and FAZ, the flights to Hawaii are said to have been the participation in the Honolulu Marathon:
„Meanwhile, the Munich Public Prosecutor's Office, upon request, stated that by referring to the Hawaii doping scene, it did not mean the famous IRONMAN of the triathletes. Instead, the annual marathon in the capital Honolulu is said to have been the reason for the activities of the group around S.“. 
“Schmidt or one of his helpers flew specially to Hawaii to look after at least one athlete at the Honolulu Marathon in December. With over 30,000 runners, the marathon is one of the ten largest in the world. Triathletes were not among Schmidt's customers”.
Practical examples illustrate the dangers of doping
Gräber also explained the dangers arising from concrete doping practices with the help of some vivid examples. The Chief Public Prosecutor also illustrated the dangers of doping practices. Among the negative highlights of this press conference are circulatory problems, the risk of infections caused by poor hygiene and athletes who, after treatment, "put their arms up to their shoulders in the snow". Obviously, because the cycle and the temperature were too high and it had to cool down," are the negative highlights of this press conference.

In at least one case, an athlete had to serve as a guinea pig in order to test a doping agent unknown in terms of its actual composition, of which neither effects nor side effects were known. After the application, the athlete's heart started beating at double speed and further attempts with this complex of active ingredients were rejected.

"Self-blood body packers" on long-haul flights
Gräber also explicitly mentioned autologous blood transfusions shortly before the long-haul flights to Pyeongchang in South Korea or to Big Island, Hawaii and used a classic but slightly modified term from criminal drug smuggling: "autologous blood body packer".
"Although thrombosis prophylaxis has been admitted, this is certainly not medically correct," said Gräber. After landing in Hawaii, his own blood had been taken again.

Further arrests
He also announced that a fourth suspected accomplice was arrested in Erfurt on Monday. Schmidt's father, paramedic Sven M. and nurse Diana S. are already in custody.

Old acquaintances
With Stefan Matschiner, a well-known name from the past appears in the environment of the doping network in Erfurt. As the FAZ reports, Matschiner played an important role in the history of the Erfurt network:

When Matschiner was discovered, but the Austrian investigators had no means of pulling in his centrifuge, the Austrian and the Thuringian doctor came into the business: Instead of sending it to "charitable purposes" as announced, Matschiner sold his device to S. together with a freezer for 50,000 euros. In 2018, S. had to procure a new centrifuge, which was also confiscated during the raid on 27 February.

Protracted reprocessing
"I'm interested in the whole story," said Gräber. "Not only that which is not yet statute-barred." 
ITU outsources competencies to CAS
On March 15, 2019, the International Triathlon Union (ITU), the international umbrella organization for triathletes, announced with quotes from high-ranking sports officials that far-reaching competencies with regard to operational anti-doping processes and structures are to be reorganized through a new cooperation with the Anti-Doping Unit of the Court of Arbitration of Sport (CAS) in order to ensure the independence and integrity of anti-doping measures through the separation of powers.

The ITU is thus the first top sports association to take this step. The timing could not be better, literally and ironically speaking.

Montag, 24. Februar 2014

Doping: Boosting natural EPO production with inert gas Xenon

Investigativ Doping journalist Hajo Seppelt and his team from German tv station ARD (WDR, sport inside) aired on Sunday, 24. FEB 2014 a 3:45' feature on a new doping method based on an article in "The Economist". According to internal studies from Russia's "Atom-Med Center" (АТОМ-МЕД ЦЕНТР, Moscow) the inert gas Xenon may boost the natural production of EPO (Erythropoetin) similar and as effective as forbidden methods or allowed methods like altitude camps or low oxygen simulation facilities. Application of Xenon (aka Medxenon) can boost Testosterone levels in blood stream as well. The use of Xenon can't be detected from as of now.



The color spectrum of noble gas Xenon in a gas discharge tube. Photo: Wikipedia, Alchemist-hp (talk) (www.pse-mendelejew.de)

The Economist in detail:
Xenon works its magic by activating production of a protein called Hif-1 alpha. This acts as a transcription factor: a chemical switch that turns on production of a variety of other proteins, one of which is EPO. Artificially raising levels of EPO, by injecting synthetic versions of the hormone or by taking so-called Hif stabilisers (drugs that discourage the breakdown of Hif-1 alpha), is illegal under the rules of the World Anti-Doping Agency (WADA). Other methods of boosting the hormone, however, are permissible—and that fact has not gone unnoticed by the Russian sports authorities. Athletes are allowed to live or train at altitude, or sleep in a low-oxygen tent, in order to stimulate red-cell production. If xenon treatment is merely replicating low-oxygen environments by replacing oxygen with xenon, then its use to enhance athletic performance is permissible.
The use of xenon by athletes certainly has government blessing. A document produced in 2010 by the State Research Institute of the Ministry of Defence sets out guidelines for the administration of the gas to athletes. It advises using it before competitions to correct listlessness and sleep disruption, and afterwards to improve physical recovery. The recommended dose is a 50:50 mixture of xenon and oxygen, inhaled for a few minutes, ideally before going to bed. The gas’s action, the manual states, continues for 48-72 hours, so repeating every few days is a good idea. And for last-minute jitters, a quick hit an hour before the starting gun can help. [...] 
And the gas appears to have been used in past Olympics. The website of Atom Medical Centre, a Russian medical-xenon producer, cites national honours the company received for its efforts in preparing athletes for the 2004 summer Olympics and the 2006 winter games.
Prof. Dr. Mario Thevis (Deutsche Sporthochschule Köln) claims, animal studies show Xenon boosts the natural EPO production within 24 hours at least up the 160% mark. A representative of Atom Med, claims the utilization of Xenon isn't doping, because there are no biochemical traces inside an athlete's body. In a sequence Richard Pound Howman (former founding president WADA) addressed the issue as well. WADA President Craig Reedie confirmed  they will follow up on Xenon. Currently two camps debate, if the application of Medxenon is a (current or future) WADA code violation.  

Xenon follows another ARD revelation (Fullsize MGF). Xenon doping has potential to have changed the outcome of 2014 Sochi Winter Olympics and prior games like Athens (75% of all Russian medal winner), Turin (70% Russian medal winner), London and Beijing Olympics as well. [1, 2, 3, 4]

Update 25. FEB 2014: Journalist Jens Weinreich uploaded some of the original documents and some numbers of past Olympic games. [3]

  1. Ardmediathek.de/das-erste/olympia-live/xenon-systematisches-doping-ohne-spuren?documentId=19839194
  2. Economist.com/news/science-and-technology/21595890-obscure-gas-improves-athletes-performance-breathe-it
  3. Jensweinreich.de/2014/02/25/dokumente-zum-russischen-sauerstoff-cocktail-mit-xenon-im-hochleistungssport-doping-sochi2014/
  4. A-mc.ru/

Dienstag, 18. Oktober 2011

Anti-Doping Symposium der NADA mit Normann Stadler

Normann Stadler, zweifacher Weltmeister im Ironman Hawaii Triathlon ist am 27. Oktober 2011 als Gast beim traditionellen Journalisten-Workshop der NADA (Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland) in Bonn.
Normann Stadler, zweifacher Weltmeister im Ironman Hawaii Triathlon initiierte als Kapitän des Dresdner Kleinwort Triathlon Teams das Modell des "Gläsernen Athleten". Unter dem Nachfolgeteam der Commerzbank wird das Engagement bis nach der Teamauflösung zum 31.12.2011 fortgeführt. So sind vor Auszahlung einbehaltener Sponsorengelder Nachtests von eingefrorenen Dopingproben mit neuen Nachweisverfahren vorgesehen. Photo: Kai Baumgartner
Unter dem Arbeitstitel „Noch 273 Tage – Sieht London saubere Spiele?“ diskutieren zahlreiche Fachleute über die Perspektiven der Anti-Doping-Bewegung im und auf das Olympiajahr 2012. Zu den Diskutanten zählen neben dem Hawaii-Sieger Stadler unter anderem die neue NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann sowie ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt und Josef Stadtfeld, Geschäftsführer der Sponsorenvereinigung S20.

Die Teilnahme an dem vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) unterstützten NADA-Workshop für Journalisten ist kostenfrei. Es werden Experten aus allen Bereichen der Anti-Doping-Bewegung als Referenten und Gesprächspartner erwartet. Ein zentrales Thema ist die Arbeit der neu eingerichteten Task Force der NADA.