Dienstag, 2. August 2011

Training Day - Andreas Raelert nutzt Schlupfloch im Qualifikationssystem beim Ironman Triathlon

Der Boden des Rother Stadions bei der Challenge 2011 vibriert leicht durch die Beschallung mit den riesigen Lautsprecher und vom rhythmischen Klatschen und Stampfen der Zuschauer, die die bis dahin eindrucksvollste Darbietung von Andreas Raelert im Triathlon überhaupt miterleben konnten.
Andreas Raelert bestreitet nach seinem fulminanten Auftritt in Roth den Pflicht-Ironman in Regensburg offensichtlich aus dem vollem Training und verknüpft in der Not eine Charity-Aktion mit den Zwängen des Regelwerks. Photo: Ingo Kutsche
Der Rostocker dikitierte ab dem Startschuss dem gesamten Feld seine Rennstrategie auf und lieferte eine blitzsaubere und physisch und psychisch erschöpfende Leistung ab. Hat Deutschland nach Stadler und Al-Sultan wieder ein richtig heißes Eisen für den Sieg beim Ironman Hawaii im Feuer? Eigentlich schon, wenn nicht das "neue" Qualifikationssystem, die Kona Pro Rankings (KPR) für den dritten Start auf Big Island im Wege wäre.

Mit seinem zweiten Gesamtrang wäre einer der wohl komplettesten Triathleten aktueller Zeit vor zwei Jahren ohne weitere Sorgen und Nöten startberechtigt gewesen. Dieser Umstand trifft für den Ironman Hawaii 2011 nicht mehr zu. Der 13. des aktuellen Rankings muss vor Ende des Qualifikationszyklus am 31. August 2011 noch die Kleinigkeit einer vollen Ironman-Distanz ins Ziel bringen. Gewertet werden kann nur ein Triathlon aus dem eigenen Markenportfolio der World Triathlon Corporation (WTC), die für die aktuelle Saison ein Punktesystem eingeführt hat, das grundsätzlich von den Athleten angenommen wird, aber des Feintunings bedarf.

Für diverse Triathlonrennen im Ironman und Ironman 70.3 stehen verschiedene Punkte zur Verfügung. Zwischen Punkten und bestimmten Events gibt es wechselseitige Beziehungen: Je wertiger und wichtiger ein Ironman, desto mehr Punkte gibt es und umgekehrt. Die wesentlichen Kriterien des KPR beinhalten derzeit:
  • Die 5 besten Events kommen in die Wertung
  • 2 Ironman müssen in die Wertung, max. 3 Ironman 70.3 werden gewertet
  • Es können bis zu 5 Ironman Events in die Wertung eingebracht werden
  • Die 40 besten männlichen und 25 weiblichen Profis qualifizieren sich (bis 31. Juli)
  • Werden nicht alle Plätz angenommen darf nachgerückt werden
  • Nicht eingelöste Punkte verfallen in der Folgesaison und können nicht in den nächsten Qualifikationszyklus transferiert werden
  • Die 10 besten Männer und 5 besten Frauen qualifizieren sich zum 2. Stichtag (31. August)
  • Hawaiisieger sind 5 Jahre automatisch qualifiziert, sofern sie in der Saison einen Ironman außerhalb der WM finishen
Kritiker beanstanden an dem aktuellen System die zum Teil wenig ausbalancierte Vergabe der Punkte für manche Events, bei denen ein Sieg mit 1.000 Punkten weit hinter den ausgeschütteten 4.000 Punkten, etwa der EM in Frankfurt am Main  oder beim Ironman Texas bliebe. Ehemalige Top-Triathleten, wie Mark Allen, Dave Scott, Peter Reid oder Natascha Badmann starteten vor ihren großen Siegen oftmals bei nur sehr wenigen Triathlons und schon gar nicht über die volle Distanz. Die heutigen Triathleten müssen selbst bei herausragenden Ergebnissen 2 bis 5 Starts absolvieren und sind im dümmsten Fall qualifiziert aber müde oder verletzt.

Andreas Raelert, muss also nach seinem Erfolg in Roth formal noch den Qualifikationskriterien der WTC entsprechen und diesen einen Ironman sicher ins Ziel bringen. Gelingt dies nicht, fehlt er beim Ironman Hawaii 2011.
In einem ähnlichen Dilemma, zzgl. aktuell noch fehlender Punkte steckt sein Bruder Michael auf Listenplatz 47. Die fehlenden Punkte könnte die geplante Titelverteidigung bei der EM im Ironman 70.3 (1.500 für Platz 1) und einen Listenplatz in den Top 30 einbringen. Mögliche Ironman Events zur Erbringung des Pflichtstarts sind der unwahrscheinliche Start zusammen mit seinem Bruder in Regensburg oder die Ironman Events auf dem nordamerikanischen Kontinent drei Tage vor Ende der Qualifikationsperiode am 28. August. Gefährlich dicht am Ironman Hawaii werden am gleichen Tage beim Ironman Louisville und Ironman Canada die letzten Punkte vergeben und anschließend die KPR finalisiert, bevor sie am 3. September veröffentlicht werden. Stehen nach Ende der verbleibenden drei Ironman von Regensburg, Louisville oder Penticton DNS oder DNF hinter dem Namen Michael Raelert bleibt nur das Hoffen und Bangen auf eine Wildcard durch den Status des amtierenden Welt- und Europameisters im Ironman 70.3 Triathlon.

Um auch in der Saison nicht ausschließlich bei Triathlons der WTC zu starten, greift der zweifache Olympiateilnehmer Andreas Raelert auf einen legalen Kniff zurück. Ein Trick, den Kai Walter als Geschäftsführer der ausführenden Eventagentur Xdream nicht sehr begeistern dürfte. Schließlich fällt der heißeste Titelanwärter schon vor dem Start ein wenig aus dem Fokus der Auguren und Medien-Maschinerie. Raelert bestreitet den kommenden Ironman Regensburg quasi aus dem Training.

Die WTC kann wenig Interesse haben, dass hochklassige Triathleten ihre Wettkämpfe zu Charity-Events und Trainingsfahrten mit angezogener Handbremse umdeklarieren. Sie könnte mit einem geänderten Passus der KPR gegen das aktuelle Schlupfloch reagieren: Jener ins Ziel zu bringende Pflicht-Ironman muss vergleichbar einer erfolgreichen Partizipation an den Preisgeldauszahlungen innerhalb einer Karenzzeit erfolgen. 8-15 Prozentpunkte auf die Siegerzeiten, gekoppelt mit einem automatischen Erfüllen der Anforderungen bei einem etwaigen Top 3 Finish erscheinen realistisch. Ob es dabei bei Starts der Ausnahmetriathletin Chrissie Wellington eine Sonderregelung abseits der engen Karenzzeiten für die Mitbewerberinnen geben muss, ist vor Einführung detailliert zu diskutieren.

Raelert gibt dem Trainingstag in Regensburg einen karitativen Hintergrund. Für jeden Athleten vor ihm im Ziel soll eine Spende für einen gemeinnützigen Zweck von 10 bis 20 Euro vorgesehen werden. Bei dem geplanten Platz im Mittelfeld wird insgesamt einen Erlös um die 10.000 Euro erwartet, dessen Empfänger seine Fans vorgeben können. Der Wortlaut im Original:

"Die unglaublich schönen Momente, die ich bei der Challenge in Roth erleben durfte, sind immer noch präsent. Ich bin nun schon wieder in den Trainingsprozess eingestiegen und verspüre noch immer eine starke körperliche wie auch mentale Müdigkeit. Ich freue mich sehr auf den Start am kommenden Sonntag beim Ironman in Regensburg. Im Hinblick auf meinen Saisonhöhepunkt - die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii – habe ich mich dazu entscheiden, auf meine momentane körperliche Verfassung Rücksicht zu nehmen und ich möchte deshalb mit einem besonderen Ziel an den Start gehen.
Dem Sport habe ich so viel zu verdanken und daher möchte ich die Möglichkeit nutzen, etwas zurückgeben zu können. Um eine Nachhaltigkeit zu erreichen, möchte ich gemeinsam mit meinen Partnern beim Ironman in Regensburg Geld für einen guten Zweck sammeln.
Mir ist es sehr wichtig zu betonen, dass dieser caritative Gedanke ein sehr ernsthaftes Anliegen von Micha und mir ist.
Viele von Euch, die am Sonntag in Regensburg bei einem sehr erlebnisreichen Rennen an den Start gehen, werden auch aktiv für einen guten Zweck teilnehmen und dazu beitragen, ein wohltätiges Projekt zu unterstützen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir für jeden Athlet, der in Regensburg vor mir die Ziellinie überquert, einen Betrag zwischen 10-20 Euro spenden. Ich halte es für realistisch, mich im Mittelfeld aller Teilnehmer platzieren zu können, so dass der Erlös einen hoffentlich effektiven Gesamtbetrag einbringen wird.
Der Spendenbetrag soll hundertprozentig transparent und nachhaltig eingesetzt werden und deshalb möchte ich Euch auch gerne um Eure Mithilfe und Unterstützung bitten.
Was wäre Eurer Meinung nach der beste Verwendungszweck für diese Spende? Wem sollte der gesammelte Betrag zu Gute kommen? Ich würde mich über Eure Vorschläge sehr freuen!

An dieser Stelle möchte ich mich für Euer Engagement und Eure Mithilfe bedanken!"

Euer Andy

Montag, 1. August 2011

Ironman Triathlon, Ursachen und Prognose der Leistungsentwicklung

15 Minuten können eine Ewigkeit sein im weltweiten Spitzensport. Elite-Schwimmer haben über 1500 Meter Schwimmen nach 15 Minuten schon lange angeschlagen. Talentierte Junioren laufen die 5 Kilometer unter der Viertelstunde. In einem Ironman Triathlon ist ein Vorsprung von 15 Minuten zu Beginn des Marathons meist vorentscheidend oder gleichbedeutend mit einem Sieg. Sofern keine unterdurchschnittliche Laufleistung in der Spitze gezeigt wird.
Kristin Möller fehlen zum Favoritinnenschreck noch mindestens 5 Minuten im Wasser und ein wenig Raddruck. Der Marathon ist indessen exorbitant und spielt in der Liga einer Chrissie Wellington und Mirinda Carfae an ihren Top-Tagen. Photo: Ironman.com
Nicht so an diesem Wochenende als Kristin Möller vom Abu Dhabi Triathlon Team nach befriedigender Schwimmleistung (56:16) und solidem Radsplit (5:37:00) auf dem anspruchsvollen Parcours eine unglaubliche 2:41:56 am vergangenen Sonntag in die Wege beim Ironman UK bei ihrem Streckenrekord fräste. Schneller, als je eine Frau einen abschließenden Marathon in einem Ironman bisher gelaufen ist. Rund 4 Minuten schneller, als die derzeitige und Weltbestzeitinhaberin und personalisierte Über-Frau Chrissie Wellington aus Großbritannien. Die spätere Zweitplatzierte Diana Riesler glänzte mit starker Radzeit (5:25:56) und ansprechendem Marathon (3:02:27). Solide war am 31. Juli jedoch nicht genug.

Kristin Möller ist kein Wunderkind. Sie hat als ehemalige Leichtathletin einen soliden Background im Laufen und technisch-konditionelle Vorteile im Vergleich zu anderen Quereinsteigerinnen im Sport.

Andere Quereinsteigerinnen haben bereits Triathlon-Geschichte schreiben können. Wellington schockte nach Ausrufezeichen aber kaum bemerkten Erfolgen, etwa beim Ironman Korea, bevor sie die legitime Nachfolge von Paula Newby-Fraser beim Ironman Hawaii und als Inhaberin der Weltbestzeit antrat. Marino Vanhoenacker und Andreas Raelert haben ihrerseits die Bestmarke von Luc van Lierde pulverisiert und gelten beide als Favoriten für das Podium von Kona.

Die Schwierigkeiten einer verlässlichen Einordnung von Weltbestzeiten im Triathlon und die damit verbundene Verantwortung der Veranstalter wurde bereits ausführlich skizziert. Doch worin liegt die rasante Entwicklung der letzten Jahre im Ironman begründet?

1. Größerer Genpool
Es mag banal klingen, aber durch den Boom im Triathlon über alle Distanzen hinweg steht eine größere Zahl von Talenten zur Verfügung. Wurden in den frühen Jahren des Sports in einer ersten Welle zumeist ehemalige Schwimmer und Radfahrer in der Leistungsspitze entdeckt, folgten die Läufer und weitere - unverbrauchte - Talente mit unterschiedlichsten Biografien.

Die Attraktivität des Triathlonsports sorgte durch die Basisarbeit der Verbände, wie etwa der DTU oder deren föderalen Substrukturen für den Einzug der Sportart in die Schule. Top-Talente werden mittlerweile nicht mehr nur durch wenige engagierte Pioniere aus den Vereinen rekrutiert und ausgebildet. Triathlon findet flächendeckend statt.  Für echte Talente ist die Zeit günstig sich als Triathlon-Profi zu versuchen und wirtschaftlich zu etablieren. 

2. Spezialisierung
Die aktuelle Leistungsentwicklung auf den kurzen Distanzen ist auch einer zunehmenden Spezialisierung geschuldet. Triathlon wird nicht mehr nebenher oder als Quereinsteiger gemacht und damit zunehmend schneller. 

3. Trainingsmethodik
Immer ausgefeiltere, evidenzbasierte Trainingsmethodiken stehen gut ausgebildeten Trainerstäben zur Verfügung. Fehler der letzten 10 Jahre werden weniger häufig gemacht. Forschung und Lehre in den wissenschaftlichen Einrichtungen widmen sich verstärkt den besonderen Anforderungsprofilen der Triathleten. Durchaus auch abgrenzend und vergleichend zu anderen Ausdauersportlern wie Schwimmern, Radfahrern, Läufern und Skilangläufern.

4. Technische Entwicklung
Der Triathlon besticht seit seinem Bestehen durch seine ungezügelte, jugendliche Innovationskraft. Seien es der Triathlonlenker, Aerohelm, Trinksysteme oder das Triathlonrad, die ihren Weg in den Radsport neben vielen anderen Dingen gefunden haben (Lenker: Greg Le Mond, Tour de France 1989).
Einer der ursprünglichen Scott Lenker aka Geweih aus den Anfängen von Triathlon und Multisport auf einem Schwinn Bike. Photo: Bricknd
Neue Materialien  für das Schwimmen (Speedsuits, Neoprenanzüge) und die anderen beiden Disziplinen (Kompressions- und Kühlungskleidung), den Wechsel aber auch für das Training (Kraft- und Wattmessung) sind wichtige Faktoren für die aktuelle Geschwindigkeitsentwicklung.

Mittlerweile sind Sitzpositionsanalyse und biomechanische Einstellung von Rad und Schuhen selbst bei ambitionierten Altersklassenathleten Standard. Tests in Windtunnel sind nicht mehr nur für die Top-Hersteller obligatorisch. Kleinere Hersteller und jeder Top-Profi, der etwas auf sich hält, hat seine Zeit in den kostenintensiven aber zunehmend bezahlbar werdenden High-Tech Strömungskanälen verbracht. Aktuelle Software für das Fahrraddesign enthalten eine Vielzahl von Aerodynamik-Parametern. Aerodynamische Optimierung via Computer Aided Design (CAD) ist in der Entwicklungsphase vor einem ersten Prototypen ebenfalls Standard.
   
Zu den nicht erlaubten Mitteln der technischen Entwicklung zählen natürlich auch verbotene Substanzen und Methoden  - gemeinhin Doping genannt. Deren Einsatz wird sich im Triathlon sicherlich nicht den statistischen Gesetzmäßigkeiten entziehen. Es gibt und gab Dopingfälle im Triathlon, wie es auch Doping in den Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen gibt.

5. Ernährung
Mehrfache Weltmeister im Ironman Hawaii Triathlon, wie Mark Allen, Normann Stadler und Chris McCormack mussten ihr Lehrgeld beim Übergang auf die Ironman-Distanz zahlen. Alleine Allen und McCormack vereinen eine beachtliche Anzahl von DNFs und Desastern rund um den kleinen Flecken Lava im Südpazifik auf ihre Personen. Oftmals unterschätzt wurden Aspekte des Stoffwechsels und der Ernährung. Schwitzraten, Mineralverlust, Grund- und Leistungsumsatz, spezielle Kohlenhydratprodukte, Aminosäuren, Fettsäuren und Mikronährstoffe befeuern eine ganze Industrie und unterstützen signifikant die Leistung der Triathleten. Das Bildungsniveau ist in diesen Bereichen noch immer nicht durchgängig auf einem befriedigendem Standard. Erfolgreichen Triathleten gemein ist der Umstand, dass auch diese Puzzleteil sorgfältig ausgearbeitet wurde.

6. Regeneration
Regeneration findet nicht mehr zwischen Weißbier und Schnitzel statt. Neben Aspekten der Ernährung sind weitere physikalische Maßnahmen (Eisbäder, Unterdruckanzüge, Reizstrom, Massagen) ebenso wie Entspannungstechniken im Einsatz.

Ein knappes halbes Dutzend Gründe, die für die aktuelle Leistungsentwicklung sprechen und erweiterbar sind und einer vertiefenden Betrachtung bedürfen. Wagt man einen Ausblick und Prognose auf die Triathlonzeiten im Ironman Hawaii Triathlon sind insbesondere im Laufen und auf dem Rad bei den Männern und in allen drei Disziplinen bei den Frauen weitere Leistungszuwächse zu erwarten.

Selbst für einen anspruchsvollen Ironman, wie den Ironman Hawaii sind Siegerzeiten bei den Männern unter 8 Stunden durchaus realistisch. Abhängig von Witterung, Rennsituation und Taktik der wichtigen Protagonisten am Raceday erscheint die Kombination aus deutlicher Steigerung der Radleistung, kombiniert mit exzellentem Laufsplit als machbar. Aktuell scheinen trotz einiger Widrigkeiten Andreas Raelert, sein Bruder Michael Raelert und vielleicht der ein oder andere Neuzugang aus dem Olympischen Triathlon prädestiniert für die Sub8 auf Big Island. An einem perfekten Tag, bei normal-harten Bedingungen wird man vielleicht schon in den nächsten 3 Jahren Andreas Raelert zustimmen müssen: "Ich gehe davon aus, dass mittelfristig auf Hawaii eine Zeit unter 8 Stunden für einen Sieg realisiert wird."

Steht ein Start beim Ironman Hawaii Triathlon mittels Wildcard von Lance Armstring bevor, wird es wahrscheinlich eine Anpassung der Sitzposition geben. Im Triathlon darf die Sattelspitze deutlich weiter vor der Tretlagermitte positioniert werden, als es die UCI im Radsport erlaubt. Photo: Daniel Norton
Vielleicht schafft dieses Kunststück der Texaner Lance Armstrong. Der mehrfache Gewinner der Tour de France liebäugelt seit einem guten Jahr mit dem Wiedereinstieg in den Triathlonsport, den er sehr erfolgreich als Jugendlicher betrieben hatte. Eine Schwimmzeit von 49 Minuten in diesem Jahr über die 3,8 Kilometer lassen aufhorchen. Eine Radzeit knapp um die 4 Stunden sollte auch für einen Ex-Radprofi eines "Armstrong-Kalibers" noch von einem Marathon deutlich unter 3 Stunden flankiert werden können. Größtes Hindernis für einen Start mittels Wildcard scheint derzeit vielmehr die us-amerikanische Justiz bei ihren Betrugs- und Dopingermittlungen aus US-Postal Zeiten zu sein.

Für die "normalen" Ironman und Langdistanzrennen auf den überaus schnellen Kursen um Klagenfurt und Roth steuert die Marke bei den Herren die magische Grenze von Sub 7:30 und bei den Frauen die Marke von 8:15 an.